Ennstal Milch: Wirbel um neue Direktvermarkter-Regeln

Die obersteirische Molkerei Ennstal Milch hat die Regeln für direktvermarktende Lieferanten verschärft. Die IG Milch sieht darin einen Anschlag „gegen Direktvermarktung und Regionalentwicklung“. Der Molkereiobmann wehrt sich.

Um für jene Betriebe, die Direktvermarktung betreiben und zugleich an die Molkerei liefern, klare Rahmenbedingungen für alle Beteiligten zu schaffen, wurden neue Regelungen getroffen bzw. geltende Bestimmungen im Milchliefervertag präzisiert, heißt es lapidar im aktuellen Rundschreiben an die Lieferanten der Ennstal Milch.

-5 Cent/kg je Mindermonat bzw. -10 Cent/kg auf die Jahresmenge

Die Neuerungen regen manche Landwirte auf und diese schauen konkret wie folgt aus:

  • Direktvermarktende Lieferanten, die in einem Monat weniger als die Hälfte ihrer bisherigen Höchstanlieferung in diesem Monat an die Molkerei abliefern, sollen künftig mit einem Abzug von 5 Cent/kg „bestraft“ werden.
  • Werden von einem zuliefernden Milchbauer 60.000 kg oder mehr im Jahr direkt über seinen Hof vermarktet, werden 10 Cent pro Jahreslieferkilo als Pönale fällig. Allfällig bereits bezahlte „Monatsstrafen“ werden dann gegengerechnet.

IG Milch erstattet „Anzeige“

Im mittlerweile formal freien Milchmarkt hat eine Molkerei einen relativ großen Spielraum bei der Gestaltung ihres Liefervertrages mit den Bauern – speziell, wenn es sich bei den Vertragspartnern gleichzeitig um die Eigentümer der Molkereigenossenschaft handelt.

Allerdings...