Erzeugermilchpreise waren im März leicht rückläufig

Molkereien zahlten im März im Schnitt 37,51 Cent netto je kg. Damit sinkt der Preis gegenüber Februar um 0,05 Cent netto. Gleichzeitig ging auch im März die Milchanlieferung zurück. Dies geht aus aktuellen Daten der Agrarmarkt Austria (AMA) hervor.

Die Europäische Kommission rechnet für März 2019 mit einem durchschnittlichen EU-Erzeugermilchpreis von 35,85 Cent/kg. (Bildquelle: Kraml)

Nachdem die heimischen Erzeugermilchpreise im Februar 2019 weitgehend stabil geblieben waren, erfolgte im März ein geringfügiger Rückgang. Die Molkereien und Käsereien zahlten ihren bäuerlichen Lieferanten für GVO-freie Qualitätsmilch mit 4,2% Fett und 3,4% Eiweiß im Durchschnitt netto 37,51 Cent/kg beziehungsweise 42,39 Cent brutto. Gegenüber dem Vormonat ergab sich somit ein kleines Minus von 0,05 Cent netto, das Vorjahresniveau wurde gleichzeitig um rund 1 Cent übertroffen. Dies geht aus aktuellen Daten der Agrarmarkt Austria (AMA) hervor.

Der für März 2019 auf Basis 4,2% Fett und 3,4% Eiweiß ermittelte Erzeugerpreis von 37,51 Cent netto/kg bezieht sich bekanntlich auf den Durchschnitt aller Qualitäten. Für GVO-freie Qualitätsmilch ohne Bio- und Heumilchzuschlag zahlten die Molkereien durchschnittlich 34,94 Cent netto/kg, das waren um 0,03 Cent weniger als im Vormonat. Für Biomilch wurden im Mittel 44,90 Cent je kg erlöst (-0,04 Cent).

Auf Basis des natürlichen Fett- und Eiweißgehalts berechnet, lag der Erzeugermilchpreis laut AMA im März 2019 bei durchschnittlich 37,64 Cent netto/kg. Grund für den leichten Preisrückgang gegenüber Februar (-0,38 Cent) sind die saisonüblich niedrigeren Inhaltsstoffe. Dieser Trend wird auch im April 2019 anhalten, daher schätzt die AMA den Erzeugermilchpreis für diesen Monat auf 37,30 Cent/kg (Durchschnitt aller Qualitäten und Inhaltsstoffe). Die Europäische Kommission rechnet für März 2019 mit einem durchschnittlichen EU-Erzeugermilchpreis von 35,85 Cent/kg.

Milchanlieferung rückläufig

Im März 2019 wurden die österreichischen Molkereien und Sennereien mit 285.918 t Rohmilch versorgt. Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahresmonat eine um knapp 1% geringere Milchanlieferung. Der Rückgang der Menge ist seit August 2018 zu beobachten. Auch in der EU scheint sich dieser Trend fortzusetzen. Von Jänner bis Februar 2019 wurde um 0,8% weniger Rohmilch angeliefert als im Vergleichszeitraum 2018. Von den Hauptproduktionsländern sind die Niederlande, Italien und Frankreich die EU-Staaten mit den höchsten Lieferrückgängen.

Artikel geschrieben von

Beate Kraml

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