Molkereien

Erzeugerpreise zogen leicht an

Die österercihscihen Erzeugermilchpreise konnten auch im Oktober leicht zulegen. Die Milchanlieferungen indes liegen weiter unter dem Vorjahresniveau.

Im Durchschnitt stieg der Netto-Erzeugerpreis für GVO-freie Qualitätsmilch um 30 Cent gegenüber September auf 38,70 Ct./kg. (Bildquelle: pixapayy.com)

Im Oktober zahlten die Molkereien und Käsereien ihren bäuerlichen Lieferanten für GVO-freie Qualitätsmilch mit 4,2% Fett und 3,4% Eiweiß im Schnitt 38,70 Ct./kg netto beziehungsweise 43,74 Ct./kg brutto. Das waren um 0,29 Cent netto mehr als im Vormonat September, das Vorjahresniveau wurde gleichzeitig um 2,74 Cent übertroffen. Dies geht aus aktuellen Berechnungen der Agrarmarkt Austria (AMA) hervor.

Der von der AMA für Oktober 2020 auf Basis 4,2% Fett und 3,4% Eiweiß ermittelte Erzeugerpreis von netto 38,70 Ct/kg bezieht sich bekanntlich auf den Durchschnitt aller Qualitäten. Für GVO-freie Qualitätsmilch ohne Bio- und Heumilchzuschlag zahlten die Molkereien durchschnittlich netto 36,07 Ct./kg, für Biomilch erlösten die Lieferanten im Mittel netto 45,55 Ct./kg.

Auf Basis des natürlichen Fett- und Eiweißgehalts berechnet, lag der Milchpreis im Oktober 2020 im Schnitt bei netto 39,36 Ct./kg (Durchschnitt aller Qualitäten). Für November erwartet die AMA eine weitere leichte Erhöhung auf 39,50 Ct/kg (Durchschnitt aller Qualitäten und Inhaltsstoffe). Dieser erneute Preisanstieg ist vor allem auf die saisonal steigenden Inhaltsstoffe zurückzuführen.

Der durchschnittliche EU-Erzeugermilchpreis stieg im September 2020 auf 33,95 Cent. Für Oktober wird er von der EU-Kommission auf 34,06 Cent geschätzt. (Anmerkung: Die Preisangaben beziehen sich auf die EU ohne Großbritannien.) Der Tiefpunkt dieses Jahres mit 32,53 Cent im Juni scheint somit endgültig überwunden zu sein.

Anlieferung weiterhin unter Vorjahresniveau

Die österreichischen Molkereien und Sennereien haben im Oktober dieses Jahres 243.929 t Rohmilch von ihren Lieferanten übernommen. Die Anlieferung lag in Summe um 2% oder rund 5,1 Mio. kg unter dem Vorjahresniveau.

Die betriebsindividuellen Programme und Aufrufe der Molkereien zur Drosselung der Milchanlieferung zeigen weiterhin Wirkung. Die Situation am Milchmarkt ist aber nach wie vor angespannt, so die AMA. Die verschärften Corona-Maßnahmen und der zweite Lockdown beeinflussen das Konsumverhalten, wenn auch nicht so stark wie im Frühjahr.


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