EU: Mehr Exporte von Magermilchpulver im Jänner

Die Exportlage von EU-Milchprodukten war im Jänner gespalten: Während mehr Magermilchpulver und Käse ausgeliefert wurde, sanken die Absatzzahlen bei Butter und Vollmilchpulver.

Während Magermilchpulver aus der EU im Jänner gefragt war, war der Absatz im Ausland von Vollmilchpulver rückläufig. (Bildquelle: Arla)

Der Außenhandel mit Milchprodukten verhielt sich im Jänner 2019 in der EU unterschiedlich: Die Exporte von Magermilchpulver konnten stark gesteigert werden. Auch die Lieferungen von Käse in Drittländer fielen umfangreicher aus. Dem gegenüber verzeichneten die Ausfuhren von Butter und Vollmilchpulver einen Rückgang. Dies geht aus aktuellen Daten der Milchmarkt-Beobachtungsstelle der EU-Kommission hervor.

EU-Magermilchpulver günstiger

Der EU-Außenhandel mit Magermilchpulver profitierte offenbar von der Räumung der Interventionslager und von den konkurrenzfähigen Preisen. Aktuell bietet die EU dieses Produkt günstiger an als die Mitbewerber in den USA und in Ozeanien. Die Exporte konnten im Jänner 2019 um die Hälfte (+53 %) auf 86.800 t angehoben werden. Die größten Abnehmer waren Algerien mit knapp 12.000 t, China mit 10.500 t und die Philippinen mit 9.000 t. Ein deutliches Plus wurde bei den Lieferungen nach Indonesien, Ägypten, Malaysien und Saudi-Arabien verzeichnet.

Um 15 % weniger Butter-Exporte

Den Angaben der Brüsseler Behörde zufolge verringerten sich die EU-Butterexporte im Jänner 2019 um 15% auf rund 10.700 t. Der Hauptabnehmer waren die USA. Mit knapp 2.700 t entspricht das einem deutlichen Plus von 21 %. Die Lieferungen nach China fielen mit 640 t vergleichsweise gering aus. Immerhin legten sie aber 18 % zu. Auch in die Vereinigten Arabischen Emirate (+13 %) und nach Taiwan (+23 %) wurden mehr ausgeführt. Diese Steigerungen konnten jedoch die stark rückläufigen Exporte nach Saudi-Arabien (-69 %) und nach Singapur (-35%) sowie die geringeren Lieferungen nach Marokko (-57 %) und in den Libanon (-22 %) nicht kompensieren.

Vollmilchpullver kaum gefragt

Auch die Exporte von Vollmilchpulver lagen im Jänner unter dem Vorjahresniveau, sie sanken um 10% auf 27.400 t. Wichtigster Kunde war der Oman. Mit 5.700 t nahm er jedoch um 9% weniger Ware ab. Die Ausfuhren nach Kuwait wurden um 10% auf 1.700 t reduziert. Jene nach China sanken um 34% auf 1.500 t. Dem gegenüber konnten die Verkäufe in die Dominikanische Republik um 158% auf rund 1.000 t gesteigert werden. Auch Angola (+43%) und Kamerun (+62%) erwiesen sich als wichtige Zielmärkte.

Im Käsebereich beliefen sich die EU-Ausfuhren im Jänner auf 68.000 t (+8%). Die USA kauften mit 9.700 t um 12% mehr Käse aus der Union und Japan erhöhte seine Bezüge sogar um 41% auf knapp 9.000 t. An dritter Stelle folgte die Schweiz mit gut 5.000 t, was einem Zuwachs von 7% entspricht. -AIZ, tg-

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