EU-Milchpreise weiterhin recht stabil

Im Monatsvergleich sind die Milchpreise in der EU im Mai leicht gefallen. Im Vergleich mit den Vorjahresmonaten ergab dies aber einen Preisanstieg um 3,7%. Dies geht aus der jüngsten Preiserhebung des niederländischen Landwirteverbandes LTO hervor.

Im LTO-Milchpreisvergleich zahlten Europas führende Molkereien im Mai im Schnitt einen Nettoerzeugerpreis von 33,21 Cent/kg (bei: 1 Mio. kg Jahreslieferung, 4,2% Fett, 3,4% Eiweiß). (Bildquelle: top agrar)

Führende europäische Molkereien zahlten ihren Lieferanten im Mai durchschnittlich 33,21 Cent netto/kg Rohmilch. Das bedeutet gegenüber April ein geringfügiges Minus von 0,05 Cent. Im Vergleich mit dem Vorjahresniveau ergab sich ein Anstieg um 1,20 Cent oder 3,7%.

Zum Vergleich: In Österreich haben die Erzeugermilchpreise im Mai leicht nachgegeben (-0,32 Cent), die Molkereien zahlten im Schnitt für GVO-freie Qualitätsmilch mit 4,2% Fett und 3,4% Eiweiß 37,55 Cent netto je kg.

Der LTO-Durchschnittswert wird, wie berichtet, monatlich auf Basis der Auszahlungsleistungen von 16 marktführenden Milchverarbeitern in Nord- wie auch Mitteleuropa für Standardmilch mit 4,2% Fett und 3,4% Eiweiß errechnet. Der Durchschnittspreis beruht auf einer jährlichen Anlieferung von 1 Mio. kg.

Für Juni 2019 haben die im LTO-Vergleich berücksichtigten Molkereien keine oder nur geringe Veränderungen bei den Erzeugerpreisen gemeldet. Für den Monat Juli haben der dänische Molkereiriese Arla (-0,1 Cent) und der niederländische Verarbeiter FrieslandCampina (-0,7 Cent) kleine Verringerungen angekündigt. Generell, so die Marktbeobachter, verlaufe die EU-Preiskurve im 1. Halbjahr 2019 flacher als im Vorjahr, saisonale Einflüsse hätten sich weniger ausgewirkt.

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Leopold Th. Spanring

Redakteur

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EU-Prüfer kritisiert "Almenchaos"

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