Schlachtrinder

Geringerer Marktdruck

Der Druck am EU-Schlachtrindermarkt hat sich spürbar verringert. Indes werden in Österreich Qualitätsstiere vom Handel weiterhin rege nachgefragt.

Die Lage auf den europäischen Rindfleischmärkten ist weitgehend unverändert. In Deutschland pendelt das Angebot nach den höheren Mengen in den vergangenen Wochen wieder zurück. Der Druck auf die Märkte hat sich wesentlich abgeschwächt, die angemeldeten Schlachtrinder lassen sich problemlos absetzen. Es wird in allen Kategorien von überwiegend stabilen Preisen ausgegangen.

Jungstiere weiterhin gut nachgefragt

In Österreich ist die Nachfrage des Lebensmitteleinzelhandels nach Jungstieren aus Qualitätsprogrammen weiterhin sehr rege, berichtet die Rinderbörse. Die Öffnungsschritte in der Gastronomie brachten auch eine leichte Nachfragebelebung im Gastrogroßhandel. Die weitere Marktentwicklung nach den Feiertagen wird wesentlich vom Bedarf der Gastronomie beziehungsweise von den Rahmenbedingungen im Wintertourismus beeinflusst sein.

Die Preise für Jungstiere und Kalbinnen sind stabil. Bei Schlachtkühen wird von leicht höheren Angebotsmengen vor den Feiertagen berichtet. Die Exportnachfrage ist aufgrund des europaweit schwierigen Marktumfelds (bevorstehende Teil-Lockdowns in wichtigen Exportländern wie Spanien und den Niederlanden) derzeit gedämpft. Die Notierungen für Schlachtkühe geben nochmals leicht nach. Eine verzögerte Schlachtkuhvermarktung ist laut Experten zu empfehlen, da üblicherweise ab Mitte Jänner die Nachfrage auch im Export wieder ansteigt. Bei den Schlachtkälbern sind die Vermarktungsschwerpunkte für die Feiertage weitgehend abgeschlossen. Die Preise sind unverändert.

Notierungen unverändert gegenüber der Vorwoche

Die Österreichische Rinderbörse rechnet diese Woche bei der Vermarktung von Jungstieren der Handelsklasse R2/3 mit einem unveränderten Preis von 4,10 €/kg Schlachtgewicht. Für Kalbinnen werden 3,52 €/kg gezahlt und für Schlachtkälber weiterhin 6,55 €. Die Notierungen für Schlachtkühe sind ausgesetzt.

Die angegebenen Basispreise sind Bauernauszahlungspreise ohne Berücksichtigung von Qualitäts- und Mengenzuschlägen.