Zuchtrinderversteigerung

Greinbach: Sehr gute Preise für Kühe

Das Angebot an aufgetriebenen Tieren bei der ersten heurigen Zuchtrinderversteigerung der Rinderzucht Steiermark war bescheiden gering. Der rapide Strukturwandel in der Region und umfangreiche Exportankäufen im letzten Quartal 2019 mögen mögliche Gründe für das knappe Angebot sein.

Greinbach

Es wurden nur wenig Tiere angeboten. Es wurden auch nicht alle verkauft. (Bildquelle: Werkbild)

Kaufinteressenten aus der der Steiermark sowie aus Niederösterreich und dem Burgenland waren zugegen. Deutlich marktbelebend wirkte sich das Interesse von slowenischen Züchtern an Kühen aus. Die vom Land Steiermark gewährte Qualitätsförderung für den Ankauf von weiblichen Zuchtrindern stabilisierte den Absatz deutlich. Das Land hat heuer die Zahl der förderfähigen Tiere von 2 auf 3 Tiere pro Betrieb erhöht.

Qualitativ hochwertiges Kuhangebot

Die angeboten 28 Tiere in Milch waren von außergewöhnlich hoher Qualität in Leistung und Exterieur. Bei den Jungkühen lag die durchschnittlich garantierte Milchmenge bei hohen 30,0 kg, berichtet Reinhard Pfleger von der RInderzucht Steiermark.

Der Marktverlauf bei den laktierenden Tieren kann als außergewöhnlich gut bezeichnet werden, weil die anwesenden Käufer die Qualität der Tiere mit hohen Geboten quittierten. Knapp 60 % der angebotenen Kühe konnten über 2.000 € zugeschlagen werden Die Tiere mit den höchsten Zuschlagspreisen waren eine hornlose MAHANGO Pp-Tochter, die in einen Spitzenbetrieb nach Slowenien wechselte und eine HUBRAUM-Tochter mit Topexterieur, die von einem Betrieb aus Semriach ersteigert wurde.

Wenig Interesse an Zuchtkälbern

Das sehr kleine Angebot an trächtigen Kalbinnen fand Absatz bei privaten Käufern. Enttäuschend verlief der Verkauf der Zuchtkälber. Das Fehlen von Aufzuchtbetrieben im Einzugsgebiet der Halle in Greinbach wurde wiederum deutlich spürbar. Bedingt durch das kleine Angebot blieben diesmal auch größere Ankäufe von Aufzuchtbetrieben aus Ober- und Niederösterreich aus.

Auch das Angebot an Jungkalbinnen war ebenfalls knapp, konnte allerdings zu halbwegs zufriedenstellenden Preisen abgesetzt werden.

Das Segment der Herdebuchstiere bestand diesmal aus vier Stieren von denen drei zur Zucht verkauft werden konnten.

Die nächsten Zuchtrinderversteigerungen

  • 13. 02. 2020 - St. Donat
  • 03. 03. 2020 - Greinbach
  • 10. 03. 2020 - Traboch


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