Heimische Erzeugermilchpreise verzeichneten im Juli leichten Anstieg

Die österreichischen Erzeugermilchpreise waren von Jänner bis Juni 2018 anhaltend rückläufig. Im Juli konnten sie erstmals in diesem Jahr wieder zulegen.

Auf Basis des natürlichen Fett- und Eiweißgehalts, lag der Erzeugermilchpreis im Juli im Schnitt bei 35,33 Cent netto/kg. (Bildquelle: top agrar )

Konkret zahlten die heimischen Molkereien ihren bäuerlichen Lieferanten für GVO-freie Qualitätsmilch mit 4,2% Fett und 3,4% Eiweiß im Durchschnitt netto rund 36 Cent/kg beziehungsweise 40,67 Cent brutto. Gegenüber dem Vormonat Juni ergab sich ein Plus von 0,65 Cent netto, das Vorjahresniveau wurde um 4% unterschritten, teilt die Agrarmarkt Austria (AMA) mit. Auf Basis des natürlichen Fett- und Eiweißgehalts berechnet, lag der Erzeugermilchpreis im Juli im Schnitt bei 35,33 Cent netto/kg. Im August 2018 kam es laut vorläufigen Schätzungen der AMA zu einem leichten Anstieg auf rund 35,80 Cent/kg. Der von der AMA für Juli 2018 ermittelte Erzeugerpreis von 36 Cent netto/kg bezieht sich bekanntlich auf den Durchschnitt aller Qualitäten. Für GVO-freie Qualitätsmilch mit 4,2% Fett und 3,4% Eiweiß (ohne Bio- und Heumilchzuschlag) zahlten die Molkereien im Schnitt 33,39 Cent netto/kg und damit um 0,78 Cent mehr als im Vormonat) und für Biomilch im Mittel 43,82 Cent (+0,34 Cent).

NÖM hebt Erzeugerpreis im September um 1,8 Cent netto an

Für September 2018 zeichnet sich eine weitere Erholung beim Milchpreis ab. So hebt beispielsweise die niederösterreichische NÖM ihren Erzeugerpreis um 1,8 Cent auf 34,30 Cent netto je kg (Basis: 4,2% Fett und 3,4% Eiweiß) an. Für Biomilch werden 43,80 Cent gezahlt. Dies teilt die Milchgenossenschaft Niederösterreich (MGN), welche die NÖM-Lieferanten vertritt, mit. Bei der Berglandmilch wird es dem Vernehmen nach im September keine Änderung beim Erzeugerpreis geben.

Anlieferungssituation entspannt sich

Die MGN begründet die Preisanhebung im September vor allem mit der europaweit rückläufigen Milchanlieferung, teilweise ausgelöst durch die Auswirkungen der Dürre, In der EU lag die Anlieferung im ersten Halbjahr 2018 in Summe noch um 1,8% über dem Vorjahresniveau, die Menge hat sich jedoch in den vergangenen Monaten der Vorjahreslinie angenähert. In Österreich übernahmen die Molkereien und Käsereien im Juli 2018 noch um 1,2% mehr Rohmilch als im Vorjahresmonat, auch hier beginnt sich die Situation zu entspannen. Zum Vergleich: Im ersten Quartal 2018 wurde bei der Liefermenge noch ein Plus von rund 7% verzeichnet.

In der Milchgenossenschaft Niederösterreich befindet sich die Anlieferung mittlerweile auf dem Vorjahresniveau. Aufgrund der Liefer- und Preisentwicklung wurde das aufrechte MGN-Mengenmodell in den Monaten Juni und Juli 2018 nicht wirksam. Auch für den Monat August 2018 wird eine derartige Entwicklung erwartet.

Artikel geschrieben von

Beate Kraml

Redaktion

Schreiben Sie Beate Kraml eine Nachricht

Droht eine neue Dürrekatastrophe?

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich einloggen um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen