Heimische Rohmilchproduktion 2017 erneut gestiegen

2017 ist in Österreich die Rohmilchproduktion im Vergleich zum Vorjahr erneut angestiegen. Während es bei Kuhmilch Zuwächse um 2,3% gab, stieg die Produktion bei Schaf- und Ziegenmilch deutlich, berichtet Statistik Austria.

Die Erzeugung von Kuhmilch nahm 2017 um 2,3% auf 3.713.000 t zu. (Bildquelle: top agrar )

Die Erzeugung von Kuhmilch nahm dabei um 2,3% auf 3.713.000 t zu, während sich die Zahl der in Österreich gehaltenen Milchkühe um 0,8% auf 541.000 erhöhte. Die durchschnittliche Jahresmilchleistung betrug 6.900 kg je Tier, das ist ein Plus von 1,6%. Der größte Teil davon (89,2%) ging mit 3.313.000 t (+3,6%) direkt an Be- und Verarbeitungsbetriebe. Die restliche Rohmilch wurde, abgesehen von einem geringfügigen Schwund, hofseitig verwertet: 248.000 t (6,7% der Erzeugung) dienten als Futter für Kälber oder andere Haustiere und 114.000 t (3,1% der Erzeugung) kamen am oder ab Hof - direkt oder in verarbeiteter Form - der menschlichen Ernährung zu Gute.

11% mehr Schafmilch

Bei den Schafen wurde 2017 eine Steigerung in der Rohmilchproduktion um 11% auf insgesamt 12.000 t registriert. Laut Statistik Austria nahm gleichzeitig auch die Zahl der Milchschafe um 10,5% auf 27.400 Stück zu und die durchschnittliche Jahresmilchleistung erhöhte sich dabei auf 438 kg (+0,5%) je Tier. 9.100 t (75,8%) der erzeugten Rohmilch dienten der menschlichen Ernährung. Für andere Zwecke, wie etwa zur Verfütterung, wurden 2.800 t (23,2% der Erzeugung) verwendet. Der Rest war als Schwund zu verbuchen.

Ziegenmilcherzeugung: 23.100 t Rohmilch (+7,0%)

Nach oben zeigte 2017 auch die Ziegenmilcherzeugung. Steigerungen wurden sowohl in der Rohmilchproduktion - um 7% auf 23.100 t - als auch bei der Zahl der in Österreich gehaltenen Milchziegen - um 6,6% auf 35.000 - verzeichnet. Die durchschnittliche Jahresmilchleistung lag bei 660 kg je Tier, was einer Zunahme um 0,5% entspricht. 20.200 t oder 87,7% der Erzeugung wurden Statistik Austria zufolge der menschlichen Ernährung zugeführt. Die restliche Menge diente, so sie nicht dem Schwund zuzurechnen war, zur Verfütterung oder für andere Zwecke (2.600 t beziehungsweise 11,3% der Erzeugung).

Artikel geschrieben von

Beate Kraml

Redaktion

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