Innovative Bio-Bauern ausgezeichnet

Ein Ballenabwickler mit Förderband, eine praktische Halterung für alle Utensilien beim Melken und eine zerlegbare Futterraufe für Schafe sind die Sieger-Projekte des Innovationspreises "Bio-Fuchs" von Bio-Austria. Was die Besonderheit dieser innovativen Ideen ist, lesen Sie nachfolgend.

Bio-Fuchs

Bio-Austria Obfrau Gertraud Grabmann gratulierte den Bio-Fuchs-Gewinnern: v.l.n.r: Wolfgang Walther, Herbert Rothschedl und Florian Simair. (Bildquelle: BIO AUSTRIA/Pock )

Im Rahmen der Bio Austria Bauerntage im Bildungshaus Schloss Puchberg bei Wels wurde am 29. Jänner zum zehnten Mal der Innovationspreis Bio Austria-Fuchs für hervorragende Projekte und Ideen in der Biolandwirtschaft vergeben. Zum Mitmachen aufgerufen waren alle Biobäuerinnen und Biobauern Österreichs. Bio-Betriebe aus ganz Österreich haben Projekte eingereicht. Erstmals hatten heuer die Besucher am Eröffnungstag der Bio Austria-Bauerntage die Möglichkeit, das Gewinnerprojekt mittels Publikums-Voting zu küren.

Zuvor wurden alle Einsendungen von einer unabhängigen Jury nach den Kriterien Kreativität, Beitrag zur Erhöhung des Tierwohls sowie Umsetzbarkeit und Nutzen für andere Biobäuerinnen und Biobauern bewertet. Die drei bestbewerteten Projekte wurden dem Publikum mittels kurzen Videos vorgestellt. Die Reihung der Projekte erfolgte schließlich durch die Besucher. Die Preise wurden den Gewinnerinnen und Gewinnern von Bio Austria-Obfrau Gertraud Grabmann überreicht.

1. Preis: Ballenabwickler mit Förderband

Gewinner und damit Preisträger des Bio Austria-Fuchs 2018 ist Herbert Rothschedl aus Stallhofen in der Steiermark. Er hat einen automatischen, stationären Ballenabwickler mit Förderband entworfen. Dieser schafft am Bio-Betrieb Rothschedl seit einiger Zeit Abhilfe bei der oft mit viel Handarbeit und Zeitaufwand verbundenen Fütterung.

Der Futterballen wird mit dem Frontlader auf die Abwickelmaschine gehoben und per Kopfdruck abgewickelt. Das Futter fällt in gewünschter Menge auf ein Förderband und wird dann sofort auf den Futtertisch gezogen. Hin und her bewegt wird das Förderband über einen Seilzug, der mit einem handelsüblichen Motor betrieben wird.

2. Preis: Melkboy - Alle Melkutensilien immer Griffbereit

Zweiter wurde das Projekt „Melkboy“ von Florian Simair aus St. Ulrich am Pillersee in Tirol. Milchviehbetriebe ohne Melkstand mit Melkgrube müssen während des Melkens öfters aufstehen, um Eutertücher, Vormelkbecher und etliche andere Utensilien zu holen. Am Bio-Betrieb von Florian Simaier gehören unnötige Wege durch den „Melkboy“ der Vergangenheit an.

Ein Laugenkanister wurde mit Halterungen für Flüssigkeitsbehälter sowie für die Schalmtestschale und mit Ablagen für frische und gebrauchte Eutertücher bestückt. Alle notwendigen Utensilien fürs Melken und für die Euterpflege können jetzt griffbereit von einer Kuh zur anderen mitgenommen werden. Der „Melkboy“ ermöglicht einen sauberen, hygienischen und vor allem optimierten Melkvorgang.
 
3. Preis: Zerlegbare Futterraufe für Schafe 

Wolfgang Walther aus Spielfeld in der Steiermark durfte sich über den dritten Platz für seine zerlegbare Futterraufe für Schafe freuen. Im Sommer, wenn die Schafe auf den Weiden sind, werden die Schafställe oft anderwärtig genutzt. Jede Stalleinrichtung ist dann hinderlich. Wolfgang Walther war dies der Antrieb, für seinen Schafstall Futterraufen zu entwickeln, die leicht in Einzelteile zerlegt und verstaut werden können. Neben ihrer Funktion als Futterraufen können sie auch als Raumteiler zum Trennen einer Schafherde eingesetzt werden.

Die Raufen stehen auf transportablen Betonsockeln, damit sie nicht verschoben werden können. Ein Sockelaufsatz aus Holz dient als Podest auf dem die Raufen aufgesetzt sind. Die Schafe können so beim Fressen mit den Vorderbeinen erhöht stehen. Gleichzeitig kann die Mistmatratze im Winter wachsen, ohne dass die Futterversorgung der Tiere eingeschränkt wird.


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