Schlachtrinder

Jungstiere weiterhin gut nachgefragt

Die Notierungen bei den Jungstieren und Kalbinnen bleiben diese Woche gleich, jene der Kälber zog leicht an. Wegen des neuerlichen Lockdowns verlagert sich der Absatz von der Gastro in den Lebensmittelhandel.

Der europäische Schlachtrindermarkt präsentiert sich weiterhin zweigeteilt. Jungstiere werden in größeren Mengen nachgefragt und sind knapp. Der Markt für Schlachtkühe präsentiert sich weitgehend ausgeglichen. In Deutschland ist, obwohl die Stierpreise in den vergangenen Wochen stetig gestiegen sind, die Nachfrage immer noch rege und kann häufig nicht gedeckt werden. Teilweise wird berichtet, dass Schlachtunternehmen sogar bereit sind, noch etwas höhere Preise zu zahlen, um ausreichend Tiere zu bekommen.

Wegen Lockdown mehr Nachfrage des LEH

In Österreich ist laut Rinderbörse das Angebot an Jungstieren ebenfalls knapp bei einer aktuell guten Vermarktungslage. Es findet gegenwärtig aber eine Verlagerung des Absatzes weg von der Gastronomie hin zum Lebensmitteleinzelhandel statt. Wie sich die geschlossene Gastronomie auf die Märkte bis Ende Dezember auswirkt, ist schwer prognostizierbar und hängt von der Länge des Lockdowns ab. Schlachtreife Jungstiere sollten jedenfalls in den nächsten zwei bis drei Wochen vermarktet werden. Die Preise sind stabil gegenüber der Vorwoche.

Bei den Schlachtkühen hat das Angebot etwas zugenommen und trifft auf eine für die Jahreszeit normale Nachfrage. International wird der Markt als etwas schwieriger für die nächsten Wochen eingeschätzt, weil auch in anderen Ländern die Gastronomie teilweise geschlossen wird und die Absätze zurückgehen. Es konnte für die laufende Woche nicht mit allen Abnehmern eine Preiseinigung erzielt werden. Die Erlöse für Schlachtkalbinnen bleiben weiterhin stabil, bei einer ausgeglichenen Angebot-Nachfrage-Situation. Die Notierung für Schlachtkälber tendiert aufgrund einer entsprechend guten Nachfrage nach oben.

Notierung der Schlachtkühe ausgesetzt

Die Österreichische Rinderbörse rechnet diese Woche bei der Vermarktung von Jungstieren der Handelsklasse R2/3 mit einem Preis von 4,10 €/kg SG . Für Kalbinnen werden weiterhin 3,52 € erlöst, für Schlachtkälber werden mittlerweile 6,55 € (+ 20 Ct. ggü. der Vorwoche) gezahlt. Die Schlachtkuh-Notierung ist ausgesetzt. Letzte Woche notierten die Schlachtkühe in der Handelsklasse R2/3bei 2,71 €. Die angegebenen Basispreise sind Bauernauszahlungspreise ohne Berücksichtigung von Qualitäts- und Mengenzuschlägen.