Schlachtrindermarkt

Lage in Österreich bei Kälbern dramatisch

Am europäischen Schlachtrindermarkt ist derzeit keine einheitliche Entwicklung der Preise feststellbar. Während in Deutschland die Nachfrage leicht steigt, zeigt sich der Lebensmittelhandel in Österreich verhaltener. Druck erzeugen auf den Markt drängende Edelteile aus Südamerika.

Die Absatz- und Preissituation bei den Schlachtkälbern und den Stieren wird in Österreich immer prekärer. (Bildquelle: AMA Marketing)

Das Angebot an schlachtreifen Tieren fällt zu Beginn der laufenden Woche vor allem in Deutschland geringer aus als erwartet. Der Bedarf der Schlachtindustrie kann dort dem entsprechend nur knapp gedeckt werden. Obwohl nach wie vor Impulse im Fleischhandel fehlen, nimmt die Nachfrage in der BRD etwas zu.

Preisdruck durch billiges Amerika-Fleisch

In Österreich fällt das Angebot an Jungstieren etwas größer aus als in der Vorwoche, die Nachfrage seitens des Lebensmitteleinzelhandels und des Großhandels ist etwas verhaltener. Vor allem bei Edelteilen wird aufgrund von billiger Importware aus Südamerika Druck auf die Preise ausgeübt, berichtet die Rinderbörse.

Die Jungstier-Notierung tendiert leicht nach unten. Bei Schlachtkühen liegt das Angebot für die Jahreszeit auf einem normalen Niveau und trifft auf eine stabile Nachfrage; die Preise bleiben gegenüber der Vorwoche gleich. Schwach fettgedeckte Schlachtkühe können sich preislich leicht verbessern (Abschläge für Fettklasse 1 um 0,05 €/kg reduziert).

Preismisere bei Schlachtkälbern prolongiert

Bei Schlachtkälbern trifft derzeit ein sehr großes Angebot auf eine verhaltene Nachfrage, die Notierungen geben leicht nach.

Die Österreichische Rinderbörse rechnet diese Woche bei der Vermarktung von Jungstieren der Handelsklasse R2/3 mit einem Basispreis von 3,43 € netto/kg Schlachtgewicht und bei Kalbinnen weiterhin mit 2,97 €. Für Schlachtkühe werden 2,18 € erlöst und bei Schlachtkälbern sinkt die Notierung auf 5,65 €.

Anm.: Die angegebenen Basispreise sind Bauernauszahlungspreise ohne Berücksichtigung von Qualitäts- und Mengenzuschlägen


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Auf Kommentar antworten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen