Gegen Preisverfall und Marktdruck

Mehr Geld für Vermarktungsoffensive

Bereits im Vorjahr haben Bund und Länder die finanzielle Unterstützung für die Vermarktungsorganisation ARGE Rind erhöht. Wegen den Corona-Auswirkungen wird diese Maßnahme heuer fortgesetzt, beschlossen die Agrarlandesräte und das Landwirtschaftsministerium.

Bei den Rindfleisch-Edelteilen gibt es wegen dem verlängerten Lockdown und der nach wie vor geschlossenen Gastronomie einen enormen Rückstau. (Bildquelle: pixabay.com)

Im Rahmen der Landesagrarreferentenkonferenz wurde für das Jahr 2021 eine Vermarktungsoffensive für Rindfleisch beschlossen. "Die Folgen der Coronakrise haben auch die Landwirtschaft hart getroffen. Im Rindfleischbereich hatten wir im ersten Lockdown Absatzschwierigkeiten durch den Wegfall des Tourismus und vor allem der Gastronomie. In den vergangenen Wochen hat sich die Situation durch einen Rückstau bei den Edelteilen wiederholt. Durch diese Vermarktungsoffensive wollen wir dem entgegenwirken. Gemeinsam mit den Bundesländern und der ARGE Rind haben wir mit einer solchen Maßnahme bereits im vergangenen Jahr gute Erfahrungen gesammelt. Jetzt gehen wir dieses Projekt erneut an und versuchen damit, den Preisverfall abzufedern", betonte Bundesministerin Elisabeth Köstinger.

Mit dieser Offensive soll die Nachfrage nach heimischem Rindfleisch gesteigert werden und damit faire Preise erreicht werden, unterstrich der steirische Agrarlandesrat und Vorsitzende der Konferenz, Johann Seitinger.

Corona-Auswirkungen belasten Rinderbauern

Vor allem die noch immer geschlossene Gastronomie und die angespannte Situation erhöhen den Druck auf die Rindfleischmärkte. "Darum ist es notwendig, gemeinsam diese Offensive zu starten, um die Märkte im Inland zu entlasten, den Warenfluss zu gewährleisten und damit preisstabilisierend einwirken zu können", erklärte der Obmann der ARGE Rind, Josef Fradler jun. Diese wichtige Maßnahme solle den Rindfleischmarkt speziell bei Jungstieren entlasten und zur Einkommensabsicherung der Betriebe beitragen. Die Kosten der Offensive tragen der Bund und die Länder.

Die ARGE Rind und die Erzeugergemeinschaften haben in den vergangenen Monaten ihre Aktivitäten in Richtung Produktqualität, Erfassung und Steuerung von Produktanfall und Absatz verstärkt, um den Rückstau am Rindfleischmarkt und damit den Preisverfall in Grenzen zu halten. Bei Rindfleisch zeigt sich aktuell ein enormer Marktdruck im Teilstückbereich, vor allem bei den Edelteilen. Bei Kuhfleisch ergaben sich Preisrückgänge von knapp 10% gegenüber dem Vorjahreszeitraum.


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