Milchabholung vereinzelt mit Problemen

Aktuell führen die großen Schneemengen dazu, dass die Milch einiger Landwirte nicht abgeholt werden kann. Zudem kommt es zu Tourenverzögerungen und -änderungen der Milchsammelwagen. In der Steiermark mussten sogar Ställe wegen der hohen Lawinengefahr evakuiert werden.

Mehrere Straßen in Österreich sind aktuell gesperrt. Molkereien können daher die Milch vieler Landwirte nicht abholen. (Bildquelle: agrarfoto.com )

Straßensperren, verzögerte Schneeräumung, umgestürzte Bäume, Lawinengefahr. Der viele Schnee im Alpenraum macht die Milchabholung derzeit zur Herausforderung. Großteils funktioniert diese ohne Probleme, Tourenverspätungen sind aber nicht vermeidbar. Nur vereinzelt melden die Molkereien konkrete Probleme bei der Abholung. Von der Berglandmilch erfuhr top agrar, dass die Molkerei nur wenige Tausend Kilogramm Milch nicht regelmäßig abholen kann. So kommt es vereinzelt vor, dass nur alle vier Tage der Sammelwagen die Milch abholen kann. Die Landwirte sollen für die nicht gelieferten Mengen aber Geld bekommen, so die Berglandmilch gegenüber top agrar.

In Salzburg kommt aktuell der Milchsammelwagen gut zu den Sammelstellen. Allerdings haben die Lieferanten wegen Straßensperren und verzögerter Schneeräumung vermehrt Probleme ihre Milch abzuliefern. Das berichtet die SalzburgMilch auf top agrar Anfrage. 

Betriebe wurden evakuiert

Auch in der Steiermark ist die Lage angespannt. Seit vielen Tagen ist der steirische Präbichl  gesperrt. Die Milch von drei Landwirten kann somit nicht abgeholt werden. Das berichtet Neues Land". Ebenso gehe es Landwirten im Sölktal und in Johnsbach. Die Landwirte versuchen jetzt, die Milch direkt am Betrieb zu verarbeiten oder sie bringen diese zu anderen Sammelstellen. Laut Ennstal Milch sind 20 Betriebe mit etwa 5000 Liter Milch betroffen, deren Milch aufgrund der Straßensperren nicht abgeholt werden kann. Ob die Landwirte die nicht gelieferte Milch bezahlt bekommen, ist noch nicht klar. Es gebe aber schon Gespräche mit Politik und der Kammer, die eine Lösung erarbeiten wollen.

Außerdem ist das Gesäuse nicht mehr erreichbar. Die Milch wird somit über OÖ abgeholt. Das macht für den Sammeltankfahrer einen Umweg von 4 bis 5 Stunden. In Niederstuttern mussten die Betriebe wegen der hohen Lawinengefahr evakuiert werden, so die Ennstal Milch. Die Landwirte konnten ihre Kühe aber in anderen Ställen unterbringen.

Artikel geschrieben von

Beate Kraml

Redaktion

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