Molkereien

Milchpreise im April noch stabil

Die österreichischen Erzeugermilchpreise blieben im April noch stabil. Die Molkereien und Käsereien zahlten ihren Lieferanten für GVO-freie Qualitätsmilch mit 4,2% Fett und 3,4% Eiweiß über alle Qualitäten hinweg im Schnitt 37,11 Cent/kg netto, berichtet die AMA.

Die heimischen Molkereien und Käsereien haben im April 282.784 t Rohmilch von ihren Lieferanten übernommen. Die Milchanlieferung liegt damit um 0,5% über der Menge des Vorjahresmonats. (Bildquelle: pixabay)

Das waren um 0,25 Cent mehr als im Vormonat, gleichzeitig wurde das Vorjahresniveau um 0,76 Cent netto unterschritten.

Für GVO-freie Qualitätsmilch ohne Bio- und Heumilchzuschlag zahlten die Molkereien durchschnittlich 34,43 Cent netto/kg. Für Biomilch erlösten die Lieferanten im Mittel 44,31 Cent je kg.

Corona-Auswirkungen im Mai spürbar

Für Mai schätzt die AMA den Erzeugermilchpreis auf 36,60 Cent/kg (Durchschnitt aller Qualitäten und Inhaltsstoffe). Das heißt, in diesem Monat dürfte der Erzeugermilchpreis erstmals nicht nur wegen der etwas geringeren Inhaltsstoffe fallen, sondern auch aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie und der steigenden Anlieferungsmenge.

Ausschlaggebend für die weiteren Monate wird laut AMA auch sein, ob die Milcherzeuger das Anlieferungsverhalten auf die Verarbeitungs- und Vermarktungsmöglichkeiten der Molkereien anpassen. Einige Molkereien (Vorarlbergmilch, Kärntnermilch, Senenrei Zillertal) hatten im Zuge der Corona-Krise mit ihren Lieferanten für April und Mai eine Reduktion der Liefermengen vereinbart, um den Erzeugerpreis zu stabilisieren.)

Seit August 2019 ist auch zu beobachten, dass die monatliche Rohmilchanlieferung immer leicht über den Werten aus dem Vergleichszeitraum des Vorjahres liegt.

EU: Anlieferung steigt, Milchpreise leicht rückläufig

Der durchschnittliche EU-Erzeugermilchpreis für April 2020 wird von der EU-Kommission auf 34,23 Cent/kg netto geschätzt und hat demnach weiter nachgegeben (-0,18 Cent gegenüber dem Vorjahresmonat). Die Milchanlieferung innerhalb der Union befindet sich weiterhin auf einem relativ hohen Niveau: Von Jänner bis März 2020 wurde der Vorjahreswert insgesamt um 2,8% übertroffen. Schaltjahrbereinigt machte das Plus 1,7% aus.


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