Molkereien erhöhen den Milchauszahlungspreis

Der seit Januar dieses Jahres zu beobachtende Rückgang der Erzeugerpreise für Milch ist im September zum Stillstand gekommen. Wie das Wiener Landwirtschaftsministerium vergangene Woche unter Berufung auf vorläufige Berechnungen der Agrarmarkt Austria (AMA) mitteilte, zahlten die heimischen

Melken

Der seit Januar dieses Jahres zu beobachtende Rückgang der Erzeugerpreise für Milch ist im September zum Stillstand gekommen. Wie das Wiener Landwirtschaftsministerium vergangene Woche unter Berufung auf vorläufige Berechnungen der Agrarmarkt Austria (AMA) mitteilte, zahlten die heimischen Molkereien ihren Lieferanten je Kilogramm Milch ab Hof im Schnitt 35,86 Cent brutto, bezogen auf 4,2 % Fett und 3,4 % Eiweiß; das entspricht gegenüber dem Vormonat August einem Plus von 0,4 Cent brutto.

Der Nettopreis lag bei 32,02 Cent. Im September 2011 waren allerdings noch 35,89 Cent netto gezahlt worden. Der vorläufige Erzeugerpreis von 32,02 Cent netto bezieht sich dem Ministerium zufolge auf den Durchschnitt aller Qualitäten. Betrachtet man nur den Auszahlungspreis für konventionelle Milch, so ergibt sich ein Mittelwert von 31,14 Cent netto, während die Bauern für Biomilch im Schnitt 37,48 Cent netto erhielten.

Als Hauptgrund für den anhaltenden Rückgang des Milcherzeugerpreis, der auch in den meisten anderen EU-Ländern zu spüren war, nannte das Agrarressort die europaweit erhöhten Anlieferungen, die zu einem spürbaren Mengendruck geführt hätten. Im Januar hatten die österreichischen Molkereien im Landesschnitt je Kilogramm Milch noch 41,18 Cent brutto gezahlt, im Februar 40,90 Cent und im März 40,88 Cent. Bis Juni gab es einen weiteren kontinuierlichen Rückgang auf 36,30 Cent, und im Juli und August setzte sich der Abwärtstrend auf 35,73 Cent beziehungsweise 35,46 Cent fort.

Höhere Kraftfutterkosten

Nach Angaben des Ministeriums haben die österreichischen Milchbauern trotz des sinkenden Erzeugerpreises ihre Anlieferungen in diesem Jahr stark forciert. Die Milchmenge hatte im Januar noch deutlich über dem Vorjahresniveau gelegen, und zwar um 5,9 %. Im Februar machte das Plus noch 3,5 % aus, im März dann 4,7 %. Dieser allgemeine Trend hielt bis Juni an, als ein Vorsprung von 3 % gemessen wurde. Anschließend verringerte sich der positive Abstand zur Vorjahreslinie, und im August lag die Menge sogar 0,5 % unter dem Niveau von 2011.

Im September wurde den Molkereien laut AMA-Berechnungen mit 224 177 t rund 1,4 % weniger Milch angedient als im Vorjahresmonat. Die geringere Produktion wird unter anderem auf den Ausstieg der Kraftfutterkosten zurückgeführt. Anfang Oktober hielt der rückläufige Liefertrend mit einem Minus von 1 % weiter an. Allerdings übertraf die kumulierte Anlieferung seit Beginn des Quotenjahres 2012/13 bis Oktober das Vorjahresniveau immer noch, und zwar um 1,7 %. (AgE)
 


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