Schlachtrinder

Notierungen: Jungstiere und Kälber tendieren nach oben

Der EU-Schlachtrindermarkt ist weiterhin von einem geringen Angebot geprägt. In Österreich ist das Angebot an Jungstieren auf einem für die Jahreszeit unterdurchschnittlichen Niveau. Die Nachfrgae seitens des Lebensmitteleinzelhandels und der Gastronomie ist gut.

Das geringe Angebot an Schlachtrindern beeinflusst nach wie vor das Marktgeschehen in der EU. In fast allen Bereichen können die überschaubaren Mengen zügig abgesetzt werden. In Deutschland klagen zwar die Schlachtunternehmen bei den Jungstieren über fehlende Impulse im Fleischhandel, aufgrund der geringen Mengen kommt es aber zu keinem Preisdruck. Die Notierungen bleiben gegenüber der Vorwoche unverändert. Bei Schlachtkühen stellt sich der deutsche Markt weitgehend ausgeglichen dar, die Preise sind stabil.

In Österreich liegt das Angebot an Jungstieren nach wie vor auf einem für die Jahreszeit unterdurchschnittlichen Niveau, bei einer guten Nachfrage seitens des Lebensmitteleinzelhandels und der Gastronomie. Die Preise für Jungstiere steigen an, sie wurden für zwei Wochen fixiert, teilt die Rinderbörse mit. Die weitere Marktentwicklung ist zum Ende der Ferienzeit noch kaum absehbar. Mitte September wird im Lebensmitteleinzelhandel das Sortiment erfahrungsgemäß umgestellt. Von den Edelteilen erfolgt eine Verschiebung zu mehr Teilstücken für Rindsschnitzel sowie Faschiertes.

Bei Schlachtkühen nimmt das Angebot derzeit im Westen Österreichs zu, ist aber noch nicht drängend. Nächste Woche kommt es zu einer schwierigen Exportsituation, es wird weniger Ware benötigt. Bei Schlachtkälbern tendieren die Notierungen nach oben.

Die Österreichische Rinderbörse rechnet diese Woche bei der Vermarktung von Jungstieren der Handelsklasse R2/3 mit einem höheren Preis von 3,73 €/kg SG. Für Kalbinnen werden mittlerweile 3,22 € erlöst, der Preis für Schlachtkälber steigt auf 5,75 €. Die Schlachtkuh-Notierung ist ausgesetzt. Die angegebenen Basispreise sind Bauernauszahlungspreise ohne Berücksichtigung von Qualitäts- und Mengenzuschlägen.