Pinzgauer-Betriebe beeindrucken Züchter aus aller Welt

Heuer war das Stammzuchtgebiet der Pinzgauer wieder Treffpunkt für Pinzgauer-Züchter aus aller Welt. 60 Teilnehmer aus Australien, der USA und Kanada, Südafrika, Großbritannien, Italien, der Slowakei und Österreich nahmen an der rund zweiwöchigen Reise durch Österreich teil. Neben kulturellen Höhepunkten beeindruckten die Pinzgauer-Betriebe die Teilnehmer der Reise.

Gruppenbild

Gruppenbild bei Familie Dick, Lackenbauer in Maishofen mit den Teilnehmern aus aller Welt. (Bildquelle: ARGE Pinzgauer )

"Unser Ziel der Kongressreise durch die Bundesländer war es, den Teilnehmer die vielfältige Kulturlandschaft und Landwirtschaft Österreichs sowie unsere Geschichte und Kultur näherzubringen, erklärt ARGE Pinzgauer Geschäftsführer Mathias Kinberger. Gestartet wurde in Wien. Nach dem Eintreffen der Delegationen lud die Rinderzucht Austria zum Tafelspitz beim Plachutta. Der XII. Kongress wurde dann durch Weltpräsident Hans Scharfetter und dem Obmann der Rinderzucht Austria Stefan Lindner eröffnet.

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Die Delegationen aus vielen Pinzgauer Ländern sind in Wien angekommen. (Bildquelle: ARGE Pinzgauer)

Der nächste Tag in Wien stand ganz im Zeichen der jahrhundertealten Geschichte und Tradition der Bundeshauptstadt: Die Morgenarbeit der Lipizzaner in der Spanischen Hofreitschule, eine Stadtführung durch die Innere Stadt, Mittagessen in einem typischen Wiener Beisl, das Sommerschloss der Habsburger Schönbrunn sowie ein klassischen Strauß und Mozart-Konzert am Abend.

Lipizzaner

Am Beginn der Reise konnten die Teilnehmer in der Spanischen Hofreitschule den Lipizzanern bei ihren Kunststücken zusehen. (Bildquelle: ARGE Pinzgauer)

Die Steiermark war das nächstes Ziel – hier präsentierte die ARGE Pinzgauer Österreich von seiner kulinarischen Seite: Vulcano-Schinken, Edelbrände und Essig von Gölles sowie eine Weinverkostung auf Schloss Seggau standen am Programm.

Danach ging es nach Kärnten. Begleitet von prachtvollem Frühlingswetter präsentierte sich das Land von seiner schönsten Seite – schneebedeckte Berge, klare Seen, traumhafte Landschaften und Pinzgauer Rinder in bester Qualität. Die Zuchtbetriebe der Familie Schnitzer, Jaklbauer in Himmelberg, Familie Gleissner in St. Lorenzen sowie die Landwirtschaftliche Fachschule Litzlhof in Lendorf öffneten für die Kongressteilnehmer ihre Stalltüren und unterstrichen ihre Gastfreundschaft mit hausgemachen Speisen und Getränken. In der Rindervermarktungsanlage St. Donat stellte sich kärntnerrind vor und das Land Kärnten lud zu einem Rindfleischessen mit Tafelspitz aus dem Smoker und Beiried vom Grill.

Jaklbauer

Familie Schnitzer, Jaklbauer in Himmelberg betreiben Milchwirtschaft und produzieren Kärntner Rindfleisch. (Bildquelle: ARGE Pinzgauer)

Schwarze Pinzgauer

Familie Gleissner in St. Lorenzen züchtet vor allem schwarze Pinzgauer. (Bildquelle: ARGE Pinzgauer)


Goldegg im Salzburger Land war der Ausgangspunkt im zweiten Teil der Reise, um das Stammzuchtgebiet der Pinzgauer nördlich der Hohen Tauern zu erkunden. Die Zuchtbetriebe Familie Riepler, Jandlbauer in Wagrain, Familie Dick, Lackenbauer in Maishofen, Familie Maislinger, Gastagwirt in Eugendorf, Familie Scharfetter, Weitmoser in Bad Hofgastein sowie die Landwirtschaftliche Fachschule Bruck mit dem Piffgut begrüßten die Teilnehmer der Reise. Diesen wurde beste Pinzgauer Genetik aller Nutzungsrichtungen vorgestellt, die ganze Bandbreite von der milchbetonten Kreuzungskuh, der reinrassigen Milchkuh im Doppelnutzungstyp bis zur genetisch hornlosen Mutterkuhherde. Das weltweite Interesse gilt hier vor allem der Doppelnutzungsgenetik sowie reinerbig hornlosen und auch schwarzen Stieren.

Stier

Der Zuchtstier Retus der Familie Riepler, Jandlbauer in Wagrain überzeugte vor allem durch seine Bemuskelung. (Bildquelle: ARGE Pinzgauer)

Ochsen

Familie Maislinger, Gastagwirt in Eugendorf hält Pinzgauer Ochsen biologisch.

Die Stadt Salzburg beeindruckte die Teilnehmer mit ihren Bauwerken und Kulturschätzen, die bei einem Rundgang durch das Domquartier präsentiert wurden. Im Kühnburgsaal der Neuen Residenz hieß Landtagspräsident Dr. Josef Schöchl alle Teilnehmer im Namen des Landes Salzburg herzlich willkommen. Bei einem Glas Wein und hausgemachten Produkten, kredenzt von Schülerinnen der LFS Bruck, wurde ausgiebig Information zwischen den Ländern ausgetauscht, neue Kontakte geknüpft und Freundschaften geschlossen.

Salzburg

Schülerinnen der LFS Bruck verwöhnten die Teilnehmer mit Wein und hausgemachten Produkten im Kühnburgsaal der Neuen Residenz in der Stadt Salzburg. (Bildquelle: ARGE Pinzgauer)

Am Donnerstag, den 26 April fand im Schloss Goldegg der Kongresstag des XII. Pinzgauer Weltkongress mit über 100 Teilnehmern statt. Wissenschaftler und Experten aus Österreich, Deutschland und Südtirol stellten die Ergebnisse ihrer Arbeit und Forschung vor. Die Berichte dazu können im Kongressband nachgelesen werden.

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Über 100 Teilnehmer kamen zum Pinzgauer Weltkongress ins Schloss Goldegg. Dort päsentierte Christine Berger ihre Masterarbeit zum Thema A2-Milch. (Bildquelle: ARGE Pinzgauer)

Am Nachmittag präsentierten die einzelnen Mitgliedsländer ihre Berichte über den Stand der Pinzgauer Zucht. Ebenso stand die Wahl der Organe der Internationalen Pinzgauer Rinderzüchter Vereinigung an. Präsident Hans Scharfetter aus Österreich sowie die zwei Vizepräsidenten Tommie van Zyl aus Südafrika sowie Jan Paciga aus der Slowakei wurden in ihrem Amt bestätigt. Ihnen stehen im Exekutivausschuss Ray Price aus Australien, Fanie Potgieter aus Südafrika, Siegfried Gatterer aus Italien, Jerry De Smith aus den USA sowie Christian Dullnigg aus Österreich zur Seite. Als Generalsekretär wurde Mathias Kinberger für die nächsten fünf Jahre bestätigt. Die nächste Direktoriumssitzung wird 2020 in Australien stattfinden, der nächste Kongress voraussichtlich 2023 in den USA.

Höhepunkt der Kongressreise war die Pinzgauer Länderschau in Maishofen. Mit viel Stolz zogen die Fahnenträger der internationalen Delegationen beim Ländereinzug am Samstagabend ein. Die große Anzahl von Tieren und der Qualität der Zuchttiere beeindruckten Züchter aus aller Welt. Auf großes Interesse stießen hier vor allem die Reinzuchtgruppen sowie die Fleischrinder, hier vor allem die Stiere. Pinzgauer werden außerhalb Europas ausschließlich als Fleischrind gezüchtet. Die Begeisterung von Jung bis Alt für die Pinzgauer Zucht war beeindruckend für die Teilnehmer.

Länderschau

Die Pinzgauer Länderschau beginnt mit einem Fahneneinzug. (Bildquelle: ARGE Pinzgauer)



Sehen Sie mehr Eindrücke zur Länderschau in unserer Bildergalerie:


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