Positive Stimmung unter Gänsebauern

„Die heimischen Gänsebauern gehen mit recht positiver Stimmung in die Ganslsaison 2016. Viele langjährige Stammkunden halten ihrem ,Ganslbauern‘ die Treue und wissen die Top- Qualität der inländischen Weidegans zu schätzen“, erklärte heute Franz Reisecker, Präsident der Landwirtschaftskammer OÖ.

Die Weideganshaltung ist für bäuerliche Betriebe eine gute Einkommensalternative, denn heimische Gänse sind am Markt gut nachgefragt. Foto: LK OÖ (Bildquelle: )

Österreichweit jährlich rund 40.000 Gänse verkauft

Aktuell verkaufen 244 Mitglieder in ganz Österreich jährlich rund 40.000 Gänse. Die Marke „Oberösterreichische Weidegans“ ist mittlerweile eine der bekanntesten Gänsemarken Österreichs. Allein in Oberösterreich halten 118 rund 20.000 Gänse. Damit ist OÖ das Gänsebundesland Nr. 1. „Regionalität war dabei von Anfang an ein wichtiges Element im Projekt und das Ziel, den Eigenversorgungsgrad in Österreich zu steigern, wird weiter kontinuierlich verfolgt“, so Reisecker. In den letzten Jahren schwanke dieser zwischen 15 und 25 %.

Druck aus Ungarn und Polen

2016 werde der Druck auf die heimischen Gänsehalter wieder hoch sein, da durch die Einfuhrsperre Russlands die Gänsehalter in Ungarn und Polen den russischen Markt nicht bedienen können. Diese Länder seien daher bestrebt, jene Mengen, die sie nun nicht mehr nach Russland verkaufen können, am westeuropäischen Markt und damit auch in Österreich abzusetzen. Reisecker: „Dabei wird Importware teils zu „Kampfpreisen“, insbesondere über Gastro- Zulieferbetriebe, in den Markt gedrückt.“
 
„Sorgen müssen sich die Weidegans-Betriebe dennoch nicht machen, da die heimischen Konsumenten die Qualität der Oberösterreichischen Weidegans, bedingt durch Weidehaltung, regionale Erzeugung und Frische zu schätzen wissen. Das wird von den Konsumenten mit deutlich höheren Preisen honoriert“, glaubt Reisecker. Frische, konventionelle Weidegänse kosten ab Hof im Durchschnitt ca. elf Euro pro Kilo und vergleichbare Bio-Ware ca. 12,50 Euro pro Kilo.
 
Der Markt ist noch aufnahmefähig

Mit der relativ geringen Inlandsversorgung ist in vielen Regionen ein Einstieg in die Weideganshaltung eine lohnende Möglichkeit zur Erwerbskombination. Ziel sollte es sein, die Weidegänse nach der Schlachtung im Herbst direkt an Konsumenten in der jeweiligen Region zu verkaufen.

Artikel geschrieben von

Torsten Altmann

Schreiben Sie Torsten Altmann eine Nachricht

Droht jetzt Verbot der Vollspaltenböden?

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich einloggen um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen