Schlachtrindermarkt

Qualitätsstiere gut nachgefragt

Die Situation am EU-Schlachtrindermarkt zeigt sich insgesamt relativ stabil. In Österreich sind Jungstiere aus Qualitätsprogrammen weiterhin gefragt.

Der Bedarf an Jungstieren aus Qualitätsprogrammen ist vor Weihnachten hoch. (Bildquelle: Schulze Steinmann)

Auf den europäischen Schlachtrindermärkten herrschen derzeit relativ stabile Verhältnisse. In Deutschland ist das Angebot an Jungstieren leicht gestiegen, die Preisspitze dürfte erreicht sein. Bei Schlachtkühen sind Angebot und Nachfrage ebenfalls im Gleichgewicht, die Notierungen können leicht zulegen.

In Österreich liegt der Bedarf an Jungstieren, speziell aus Qualitätsprogrammen, nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau, berichtet die Rinderbörse. Diese Mengen werden sich bis Weihnachten hin etwas reduzieren, da Mitte nächster Woche der Lebensmitteleinzelhandel die Einlagerungen für das Weihnachtsgeschäft weitgehend abgeschlossen hat. Es wird sich zeigen, inwieweit sich die Verlängerung des Lockdowns in der Gastronomie bis in den Jänner hinaus auf die Märkte auswirken wird.

Schlachtkuhpreise ziehen etwas an

Bei Schlachtkühen besteht ein knappes Angebot, dem steht ein etwas höherer Bedarf in den nächsten zwei Wochen gegenüber; die Preise tendieren daher nach oben. Schlachtkühe, die heuer noch zur Vermarktung anstehen, sollten in den nächsten beiden Wochen zur Schlachtung gebracht werden. Im Bereich Kalbinnen konnte eine leichte Preissteigerung durchgesetzt werden. Bei Schlachtkälbern herrscht ein ausgeglichener Markt, die Notierungen sind stabil.

Die Österreichische Rinderbörse rechnet diese Woche bei der Vermarktung von Jungstieren der Handelsklasse R2/3 mit einem stabilen Preis von 3,47 € je kg Schlachtgewicht. Für Kalbinnen werden mittlerweile 2,90 € gezahlt und für Schlachtkühe 1,92 €. Die Notierung für Schlachtkälber bleibt mit 6,35 € unverändert.

Die angegebenen Basispreise sind Bauernauszahlungspreise ohne Berücksichtigung von Qualitäts- und Mengenzuschlägen.


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