Milchmarkt

Rabobank erwartet Wachstum am Weltmilchmarkt

Am Weltmilchmarkt stehen die Zeichen auf Wachstum. Von dem "goldenen Zeitalter " werden aber nicht alle Marktteilnehmer in gleichem Maße profitieren. Nach einer Studie der niederländischen Rabobank wird der Milchmarkt in den nächsten fünf Jahren weltweit um 2,4% jährlich zulegen. Das wird zu anhaltend hohen Preisen für Milch und Milchprodukte führen.

(Bildquelle: )

Das Wachstum wird jedoch zwischen den Kontinenten und Marktsegmenten sehr ungleich verteilt sein. Etwa 80% des Zuwachses werden sich nach Einschätzung der Rabobank-Analysten in den boomenden Schwellenländern abspielen, wie China und Indien sowie in Südostasien. Die steigende Nachfrage auf den knapp versorgten Märkten werden die klassischen Exportregionen übernehmen müssen.
 
Vom Wachstum der Schwellenländer zu profitieren, werde eine besondere Herausforderung für viele der weltweit agierenden Milchverarbeiter, von denen die meisten in der EU und den USA angesiedelt sind und sich auch noch immer auf diese Märkte fokussieren.
 
Der Käsemarkt wird sich aufgrund wirtschaftlicher, demografischer und diätetischer Trends unterdurchschnittlich entwickeln. An Bedeutung gewinnen werden hingegen höherwertige Molke-Erzeugnisse. Hohe und stark schwankende Rohstoffkosten, ein schwieriges wirtschaftliches Umfeld und die Macht des Einzelhandels werden das Management der Molkereiunternehmen zudem vor enorme Herausforderungen stellen, die Marktdynamik in rentables Unternehmenswachstum umzusetzen.
 
Vom Anstieg der Milchpreise in den vergangenen fünf Jahren haben nach Darstellung der Rabobank vor allem die Nahrungsmittelriesen Nestlé und Danone sowie einige Käsereien profitiert. Verlierer waren große chinesische Molkereien, die in den Strudel des Melamin-Skandals gerieten, sowie auf Trinkmilch spezialisierte Unternehmen (AIZ).

Artikel geschrieben von

Gerl Sigrid

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Kommentar: Selbstverursachtes Bio-Chaos

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