Zuchtrinder

Ried: Kleines Angebot flott versteigert

Bei der dieswöchigen Zuchtversteiegerung in Ried im Innkreis wurden weniger Tiere aufgetrieben. Vor allem die Preise für weibliche Zuchtkälber enttäuschten die Verkäufer.

Die letzte Sommerversteigerung im heurigen Jahr in Ried fand bereits bei herbstlichem Wetter statt. Die Verkaufsquote bei den Großrindern lag über 95%. Deutlich unter den Erwartungen der Verkäufer blieben die Preise für die angebotenen weiblichen Zuchtkälber, berichtet Dr. Josef Miesenberger vom Fleckviehzuchtverband Inn- und Hausruckviertel (FIH).

Die angebotenen Stiere für den Natursprung waren fast alle genetisch hornlos. Positiv hervorgehoben werden kann ein Export von Zuchtstieren in die Schweiz.

Von sehr guter Qualität waren die angebotenen Erstlingskühe. Die Anzahl der Tiere war allerdings viel zu gering. Der Durchschnittspreis bei den Erstlingskühen betrug deutlich über 2.000 €. Den Höchstpreis erzielte eine genetisch mischerbige hornlose Incredible-Tochter.

Der Durchschnittspreis bei den trächtigen Kalbinnen stieg im Vergleich zur letzten Versteigerung um 35 € auf 1.745 € netto an. Bis auf zwei Tiere konnten alle verkauft werden. Die Kalbinnen waren von überdurchschnittlicher Qualität. Preisbelebend war ein Ankauf von Kalbinnen für den Export in die Schweiz. Die meisten Tiere wurden angekauft durch die Firma Schalk für den Export nach Aserbaidschan. Den Höchstpreis von 3.020 € netto erzielte eine genetisch sehr interessante Villeroy-Tochter. Diese Kalbin zeichnete sich durch einen sehr hohen GZW von 134 aus.

Unter den Preiserwartungen blieben die weiblichen Zuchtkälber. 118 Kälber wechselten um einen Durchschnittspreis von 445 € netto den Besitzer. Den Höchstpreis erzielte ein Spartacus-Kalb und wurde durch die geneticAustria für den Export angekauft.