Zuchtrinder

Ried: Viele Kalbinnen gingen in den Export

Wegen der verschärften Corona-Auflagen waren weniger Landwirte bei der dieswöchigen Versteigerung in Ried im Innkreis dabei. Die trächtigen Kalbinnen wurden überwiegend von Exportfirmen aufgekauft.

Die Zuchtrinderversteigerung am 9. November in Ried wurde durch die aktuelle Corona-Lage beeinflusst. Es waren wesentlich weniger Landwirte auf der Versteigerung als sonst um diese Jahreszeit üblich. Ziel vom Fleckviehzuchtverband Inn- und Hausruckviertel (FIH) ist es, die Vermarktung auch in dieser schwierigen Phase aufrecht zu erhalten.

Niedriegeres Preisniveau

Auch wenn dieses Mal nicht von allen Verkäufern die Preiserwartungen erfüllt wurden, kann man bzw. muss man mit dem Versteigerungsverlauf zufrieden sein, berichtete FIH-Geschäftsführer Dr. Josef Miesenberger.

Obwohl die Qualität der Erstlingskühe sehr gut war, konnten die Preise das Niveau der letzten Märkte nicht erreichen. Der Durchschnittspreis reduzierte sich auf 1.885 € netto. Den Höchstpreis erzielte der Betrieb Hofbauer, St. Radegund für eine sehr elegante mischerbig hornlose Remmel-Tochter.

Bei den trächtigen Kalbinnen blieb der Durchschnittspreis mit 1.682 € netto im Vergleich zum letzten Markt nahezu unverändert. Für einen fast vollständigen Verkauf sorgten umfangreiche Ankäufe der Firmen geneticAustria, Klinger und Schalk für den Export.

Zu einem hundertprozentigen Verkauf kam es bei den weiblichen Zuchtkälbern. 119 Kälber wurden um durchschnittlich 510 € netto versteigert. Ein genetisch interessantes Spartacus-Stierkalb wurde vom Betrieb Damberger aus Gaspoltshofen an einen Aufzuchtbetrieb nach Bayern verkauft.

Die OÖ Besamungsstation GmbH erwarb einen genetisch mischerbig hornlosen Monopoly P*SSohn für den Prüfeinsatz.

Die nächste Versteigerung in Ried findet am 14. Dezember statt.