Start der elektronischen Ohrmarken bei Rindern

Ab sofort werden neugeborene Kälber beziehungsweise aus Drittländern eingeführte Rinder mit einer konventionellen und einer elektronischen Ohrmarke gekennzeichnet. Diese neuen Ohrmarkenpaare wurden bereits an die rinderhaltenden Betriebe gesendet.

Bis April 2020 sollen Landwirte die geläufigen Ohrmarken verbrauchen. (Bildquelle: Kraml)

Restbestände der konventionellen Ohrmarkenpaare sollen Landwirte nicht an die AMA retournieren, sondern bis längstens 30. April 2020 verwenden. Bei einer allfälligen Rücksendung der "alten Ohrmarken" kann keine Kostenrückerstattung erfolgen.

Die elektronischen Rinderohrmarken stehen mit und ohne Funktion zur Gewebeentnahme zur Verfügung und werden von den bisherigen Lieferanten Allflex und Caisley geliefert. Die elektronische Ohrmarke ist an dem "Kunststoffring" am Verschluss erkennbar, ergänzend ist ein zusätzliches Symbol (ähnlich dem WLAN Symbol) angedruckt, welches eine Unterscheidung von der herkömmlichen Ohrmarke beziehungsweise von der Gewebeohrmarke erleichtert.

Gemäß Rinderkennzeichnungs-Verordnung 2008 beträgt der Kostenersatz für ein Ohrmarkenpaar zur elektronischen Rinderkennzeichnung 3,00 Euro und mit Gewebeprobenfunktion 3,60 Euro.

Elektronische Ohrmarken auch bei Verlust beachten

Im Falle des Verlustes einer Ohrmarke ist bei der Nachbestellung zu beachten, dass jedes betroffene Rind (gilt auch für den Altbestand) nach der neuen Regelung mit einer konventionellen und einer elektronischen Ohrmarke gekennzeichnet ist. Die Bestellung eines Ersatzes erfolgt wie gewohnt über das neue eAMA RinderNET, die örtlich zuständige Bezirksbauernkammer oder die AMA.

Die elektronischen Ohrmarken sind als Nur-Lese-Passiv-Transponder mit FDX-B-Technologie ausgeführt und entsprechen den Normen ISO 11784 und 11785. Auf dem Transponder ist die Lebensnummer des Tieres gespeichert, der Transponderinhalt kann mit Lesegeräten gemäß der Norm ISO 11785 ausgelesen werden. Durch die Installation geeigneter Lesegeräte an Fütterungsautomaten, Melkrobotern, Viehwaagen oder in Tiersammelstellen, Schlachtbetrieben etc. kann die Lebensnummer der Rinder ausgelesen und entsprechend den beabsichtigten Verwendungszwecken weiterverarbeitet werden.

Richtige Ohrmarkenzange verwenden

Für das Einziehen der gelben elektronischen Allflex-Ohrmarken ist die Allflex-Zange in der Farbe rot erforderlich. Für das Einziehen der elektronischen Ohrmarke muss zuvor der schwarze Kunststoffeinsatz aus der Zangenbacke entfernt werden, damit das Transponder-Lochteil in die Zange eingeführt werden kann. Die konventionelle Allflex-Ohrmarke kann auch ohne diesen schwarzen Einsatz eingezogen werden.

Die roten Allflex-Zangen werden auf Bestellung von der Firma Jacoby, Teichweg 2, 5400 Hallein, zum Preis von 11,40 Euro (inkl. Versand) ausgeliefert. Ansprechperson ist Herr Christian Seewald, der unter der Tel.-Nr. 06245/895127 oder per Mail unter Seewald.Christian@jacoby-gm.at erreichbar ist.

Für das Einziehen der weißen elektronischen Caisley Gewebe-Ohrmarken ist keine neue Zange erforderlich.

Artikel geschrieben von

Beate Kraml

Redaktion

Schreiben Sie Beate Kraml eine Nachricht

Eine Köchin will Agrarministerin werden

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich einloggen um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen