Tierseuchen

Tbc-Fall: Bayerische Salamitaktik

EXKLUSIV – Dass das wichtige Contact Tracing auch im Veterinärbereich nicht immer reibungslos funktioniert, zeigt der Fall eines grenzüberschreitenden Rindertuberkulose-Falles. Während Österreich die Amtskollegen in München sofort informiert hatte, wurde in die andere Richtung nur spärlich und zeitverzögert kommuniziert.

Während der bayerisch Amtsveterinär vor Ort schulmäßig vorgegangen war, schlampte das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz in München bei der Info-Weitergabe an Österreich. (Bildquelle: wikimedia.org/Rufus46)

Im Oktober 2020 wurde ein in die Steiermark verkaufter Zucht­stier aus Bayern positiv auf Rin­dertuberkulose getestet. Das Tier wurde umgehend gekeult und das Sozialministerium (BMSGPK) in­formierte hierauf das bayerische Staats­ministerium für Umwelt und Ver­braucherschutz (STMUV). Dieses veranlasste die Nachschau im Herkunftsbetrieb durch den Amts­veterinär vom Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen.

Dort war die Seuche schon weit gediehen. Nach dem Tuberkulin­-Test wurden 35 Tiere gekeult und 12 davon seziert, der Tbc-­Befall im Bestand so eindeutig bestätigt.

Herumlavieren statt laufender Infos

Über die Keulung informierte das Münch­ner Ministerium am 14. November Wien und...


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