Forschung

Vermehrt Pilzgifte auf Weiden

Mit dem Klimawandel wird auch die Belastung der Weiden mit Schimmelpilzgiften (Mykotoxine) ­steigen. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie der ­Vetmeduni Wien.

Die ­Vetmeduni Wien hat 18 Weiden von öster­reichischen Milchviehbetrieben auf das Vorkommen von Schimmelpilzen untersucht. Die Forscher fanden insgesamt 68 verschiedene ­Arten an Mykotoxinen. Meist war die Konzentration einzelner Pilzgifte mit weniger als 200 Mikrogramm pro kg TM gering. Auf einzelnen Weiden konnte die Gesamtkonzentration jedoch über 6.000 Mikrogramm/kg TM erreichen. Hauptsächlich fanden die Wissenschaftler Fusarium, Mutterkornalkaloide und Alter­naria. Je höher außerdem die Umgebungstemperatur war, umso stärker war die Belastung mit Pilz­toxinen. Ab einem Tagesmittelwert von 15 °C stieg der Toxin-Gehalt exponentiell an. Die Toxinmischungen können ein Gesundheitsrisiko für Tier und Mensch darstellen, heißt es in der Studie.