Wolf und Luchs im Focus der österreichischen Wildhalter

Über 70 Wildhalter aus Österreich trafen sich kürzlich in Strass im Zillertal, um über aktuelle Entwicklungen zu diskutieren.

Hannes Unterrainer, Bad Häring (links) stellte seine ruhige Damwildherde vor. Foto: Rudolf Grabner (Bildquelle: )

Obmann Mag. Jürgen Laban habe in seinem Bericht betont, dass die landwirtschaftliche Wildhaltung mit über 1.600 Betrieben in Österreich eine wichtige Rolle in der Grünlanderhaltung spiele, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung. Kammerpräsident Ing. Josef Hechenberger sehe in der landwirtschaftlichen Wildhaltung eine Chance für die Landwirte und eine Bereicherung des Angebotes für die Konsumenten.

Veterinärdirektor Dr. Josef Kössler referierte über das TBC-Screening und die Bekämpfungsmaßnahmen. Das Wild in landwirtschaftlichen Gehegen sei genauso gefährdet wie Rind und Rotwild, daher sei es notwendig, zusammenzuarbeiten, heißt es weiter.

DI Wendelin Juen von der Agrarmarketing Tirol habe wertvolle Gedanken zum Thema Vermarktung eingebracht. Die Regionalität spiele eine besonders große Rolle und müsse neben der Qualität in den Vordergrund gestellt werden. Als Beispiele für erfolgreiche Vermarktungsaktivitäten habe Juen den Tiroler Jahrling, das Kalbl, Almschwein und andere genannt, so der Verband.

Viel Zeit wurde dem Thema Beutegreifer eingeräumt. DI Wolf Fischer von der Landesanstalt in Sachsen-Anhalt referierte über die Situation in Norddeutschland. 30 Rudel mit durchschnittlich zehn Tieren sind in Norddeutschland nachgewiesen. Die Vermehrung geht sehr schnell, weil der Wolf keinen natürlichen Feind hat und streng geschützt ist. Es gab heuer viele Wolfsangriffe in Gehegen, wo die Wölfe über die Zäune sprangen. Fischer erklärte, wie Gehege geschützt werden können und dass in Sachsen-Anhalt ein Wolfs-Notfallset nach Wolfsangriffen in Gehegen eingesetzt wird. Aus Sicht der Landwirte in Sachsen-Anhalt hat der Wolf in den dicht besiedelten und landwirtschaftlich genutzten Flächen keinen Platz mehr.

Mit Exkursionen zur Gramaialm, zum Damwildbetrieb von Hannes Unterrainer in Bad Häring und zum Fohlenhof Ebbs endete diese Bundestagung der landwirtschaftlichen Wildhalter Österreichs.

www.wildhaltung.at

Artikel geschrieben von

Sylvia Haury

Redaktions- und Vertriebsassistentin

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