Schlachtschweine

Überhänge in Österreich restlos abgebaut

Schlachtreife Schweine finden hierzulande zeitgerecht Absatz. Die vor Wochen entstandenen Überhänge wurden restlos abgebaut. Ganz anders sieht die Lage in Deutschland aus. Dort werden bereits Samstags- und Sonntagsschlachtungen gefordert, um den Stau in den Ställen abzubauen.

Schweine

Die Schlachtgewichte haben wieder leicht zugenommen. (Bildquelle: Kraml)

Speziell im Norden Deutschlands spitzt sich die Lage und die Verunsicherung für die Schweinehalter zu. Mehrere 100.000 schlachtreife Schweine stauen sich bereits in den Stallungen, da die Schlachtkapazitäten durch behördliche Corona-Restriktionen seit Wochen stark reduziert sind. Erzeugervertreter rufen in ihrer Not die Politik auf, Arbeitszeitbegrenzungen zu lockern und auch Samstags- und Sonntagsschlachtungen zuzulassen. Ob für diesen Fall Arbeitskräfte zur Verfügung stünden, bleibt zudem offen. Die deutsche Notierung bleibt weiter stabil, da der Fleischmarkt halbwegs ausgeglichen funktioniert. Trotzdem gibt es Meldungen aus anderen EU-Ländern, wonach deutsche Dumpingangebote entsprechende Konkurrenz machen. Neben den zugelassenen EU-Exporteuren nach China sind aktuell die Amerikaner – seit Juli ist der US-Preis mehr als 100 % gestiegen – die Hauptprofiteure der ASP-bedingten Asien Exportsperre Deutschlands.

In Österreich wird auf Volllast an den Schlacht- und Zerlegebändern gearbeitet. Die wegen der ASP Meldung aus Deutschland vor vier Wochen durch Panikanmeldungen entstandenen Überhänge sind restlos abgebaut und die schlachtreifen Schweine finden zeitgerecht Absatz. Trotzdem hat sich das Schlachtgewicht zuletzt auf gut 98 kg erhöht, was mit der gestiegenen Wüchsigkeit der Schweine wegen angenehmeren Stalltemperaturen in den letzten Wochen zu tun haben dürfte. Nicht zugenommen, im Vergleich zu beiden Vorwochen, hat das Angebot an der Ö-Börse und stand damit im Gleichklang mit dem Interesse auf Abnehmerseite. Vor diesem Hintergrund wurde der Vorwochenpreis abermals bestätigt.

Die Mastschweine-Notierung liegt unverändert bei 1,50 €/kg (Berechnungsbasis: 1,40 €/kg) Schlachtgewicht.


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