Mastschweine

Angespannte Lage vom Ferkelstall bis zum Zerlegeband

Die kühleren Temperaturen lassen die Mastschweine wieder stärker wachsen. Der Absatz gestaltet sich daher noch schwieriger, vor allem für Deutschland. In Österreich fließt das nicht druckvolle Angebot schlachtreifer Schweine weitgehend zeitnah ab.

Preisdruck auf allen Stufen herrscht aktuell am Schweinemarkt, weil EU-weit mehr produziert wird als derzeit abgesetzt werden kann. In Deutschland läuft die fieberhafte Suche nach frischem Absatzpotenzial, großzügige Frischfleischaktionen im Lebensmitteleinzelhandel könnten kurzfristig Abhilfe schaffen. Aufgrund des hohen Sättigungsgrades am Fleisch- und Lebendmarkt steigt der Konkurrenzdruck quer durch die EU. Gegenseitige Vorwürfe zwischen den Mitgliedsstaaten wegen Preisdumpings sind an der Tagesordnung.

In Österreich fließt das nicht druckvolle Angebot schlachtreifer Schweine weitgehend zeitnah ab. Speziell im östlichen Bundesgebiet läuft der Markt durchaus flott. Die Mischung aus Urlaubsheimkehrern und „Noch einmal tolles Grillwetter!“ ist dabei hilfreich. Schlachtzahlen und Schlachtgewichte tendieren mäßig aufwärts, die Wüchsigkeit der Schweine bei kühleren Temperaturen ist bereits wieder spürbar. Das frische Angebot an der Ö-Börse konnte zufriedenstellend disponiert werden, was in der Konsequenz zu einer Fixierung auf unverändertem Vorwochenniveau führte.

Die Schlachtschweine-Notierung liegt in der aktuellen Vermarktungswoche bei 1,54 €/kg (Berechnungsbasis: 1,44 €/kg) Schlachtgewicht.