Afrikanische Schweinepest

ASP-Druck in Polen hält an

Die Schwarzwildpopulation in Polen bleibt für ASP-Viren ein großes Reservoir. Im Moment spricht wenig dafür, dass das Infektionsgeschehen 2021 hinter den Fallzahlen des Vorjahres zurückbleibt.

Flagge Polen

In Polen wurden seit Jahresbeginn bereits 266 ASP-Fälle im Schwarzwildbestand nachgewiesen (Bildquelle: Pixabay/aganyga)

Der polnische Wildschweinbestand bleibt ein riesiges Reservoir für die Afrikanische Schweinepest (ASP). Die oberste Veterinärbehörde des Landes bestätigte allein in der vorletzten Woche weitere 87 Funde der hochansteckenden Seuche bei insgesamt 147 Wildschweinen. Damit wurden bis dahin seit Jahresbeginn bereits 266 Fälle im Schwarzwildbestand nachgewiesen. Im Moment spricht wenig dafür, dass das Infektionsgeschehen 2021 hinter den Werten des Vorjahres zurückbleibt. Im vergangenen Jahr hatte die Zahl der amtlich registrierten ASP-Fälle bei Wildschweinen mit 4.152 Einträgen einen vorläufigen Höhepunkt erreicht.

Aus deutscher Sicht dürfte die regionale Konzentration der Seuchenfunde die Sorge vor einer weiteren Einschleppung hochhalten. Laut offiziellen Angaben wurden in der vorletzten Woche allein 41 Fälle in der Wojewodschaft Lebus im Westen Polen gemeldet. Etliche davon betrafen Funde in den Landkreisen Żagań und Żary, die jeweils nur wenige Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze entfernt liegen. Neue Funde gab es auch in weiter östlich gelegenen Wojewodschaften; teilweise waren hier bisher ASP-freie Regionen betroffen. Der ASP‑Druck dürfte demnach in ganz Polen weiter hoch bleiben.


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