++Eilmeldung++

ASP bei Wildschwein im Landkreis Spree-Neiße

Im Südosten Brandenburgs wurde ein ASP-Verdachtsfall bei einem Wildschwein amtlich bestätigt.

Wildschwein

Das BMEL hat den ASP-Ausbruch bei einem Wildschwein in Brandenburg bestätigt. (Bildquelle: pixabay.com/milesz )

Die Afrikanische Schweinepest hat Deutschland erreicht. Im Landkreis Spree-Neiße im Südosten des Landes Brandenburg wurde am Mittwoch das ASP-Virus bei einem Wildschweinkadaver nachgewiesen, meldet die Märkische Oderzeitung (MOZ). Der Fundort befinde sich in der Gemarkung Sembten, einem Ortsteil der Gemeinde Schenkendöbern.

BMEL bestätigt amtlichen Verdachtsfall

Inzwischen hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) den amtlichen Verdachtsfall offiziell bestätigt. Das Landeslabor Berlin-Brandenburg habe den Verdacht bei einem Wildschwein-Kadaver festgestellt, der wenige Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze gefunden wurde. Die Zweitprobe wurde beim Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems, dem nationalen Referenzlabor, untersucht und ist ebenfalls positiv. Agrarministerin Klöckner bestätigte die Einsetzung des Nationalen Krisenstabes.

ASP-Katastrophenschutz tagt

Der Fundort befinde sich in unmittelbarer Nähe zu Schweinebeständen im benachbarten Landkreis Oder-Spree, zitiert die MOZ Gundula Teltewskaja, eine Beigeordnete im Landkreis Oder-Spree. Für Donnerstag sei eine Sitzung des ASP-Katastrophenstabes des Landkreises angesetzt.

Wichtigste Aufgabe sei jetzt, so Teltewskaja, den Fundort abzugrenzen und die Schweinebestände zu sichern. Im Umkreis von 4 km rund um den Fundort des infizierten Wildschweines werde dazu jetzt ein Zaun gezogen. Das nötige Zaunmaterial habe der Kreis bereits vor Monaten angeschafft.

Keine Hausschweine im 4-km-Umkreis?

Auch der Nachbarkreis Dahme-Spreewald bereite sich auf einen ASP-Ausbruch vor, meldet die MOZ. Dort wurden vor wenigen Tagen einige Kühlzellen in Betrieb genommen, in denen Fallwild gelagert werden kann.

Teltewskaja gehe in einer ersten Einschätzung davon aus, dass sich im Vier-Kilometer-Umkreis um den ASP-Fundort keine Hausschweinebestände befinden. Genau könne man dies aber erst am Donnerstag klären.


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