Afrikanische Schweinepest

ASP: Wildschweinrotte auf Oderinsel verschwunden

Das FLI hat heute den 71. ASP-Fall bei Wildschweinen in Brandenburg bestätigt. Auf der Oderinsel ist die vermeintlich erkrankte Wildschweinrotte verschwunden.

Wildschwein mit Frischlingen

Rund 50 bis 60 Wildschweine sollen sich noch auf der Oderinsel befinden. Die Zahl der Tiere soll drastisch dezimiert werden. (Bildquelle: Heil)

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat heute (20. Oktober) einen weiteren Fall von Afrikanischer Schweinepest bei Wildschweinen in Brandenburg bestätigt. Damit steigt die aktuelle Fallzahl in Deutschland auf 71. Es handelte sich dabei um Fallwild. Der Kadaver wurde innerhalb des ersten Kerngebiets bei Neuzelle im Landkreis Oder-Spree gefunden. Die Hausschweinebestände sind nach wie vor frei von ASP.

Vermeintlich infizierte Wildschweine

Auf der Oderinsel in Küstrin-Kietz ist unterdessen die vermeintlich erkrankte Wildschweinrotte, die vor rund zwei Wochen bei Drohnenflügen gesichtet worden war, verschwunden; top agrar berichtete. Die Tiere wurden auf Basis der Drohnenaufnahmen damals als erkrankt oder tot eingeschätzt. Ende vergangener Woche waren die Wildschweine auf der umzäunten Oderinsel dann verschwunden: Auf den Aufnahmen waren sie nicht mehr am Fundort zu sehen, wo sie sich zuvor zusammengerottet hatten. Ob sich die Tiere überhaupt noch auf der Insel befinden, konnte der stellvertretende Landrat Friedemann Hanke (CDU) am gestrigen Montag gegenüber dem Nachrichtenprotal rbb nicht eindeutig sagen. Weiterhin unklar bleibt auch, ob die Wildschweine auf der Oderinsel tatsächlich ASP-infiziert waren. Am Vorgehen des Landkreises ändert das Verschwinden der Wildschweinrotte laut rbb jedoch erst einmal nichts.

Wildschweine auf Oderinsel dezimieren

Durch weitere Drohenflüge wisse man, dass sich weiterhin rund 50 bis 60 Tiere auf der Insel befinden, erklärte Hanke gegenüber dem Nachrichtenportal rbb. Die Wildschweine sollen nun drastisch reduziert werden. Dazu hat der betroffene Landkreis Märkisch-Oderland bereits Ende vergangener Woche einen doppelten jeweils ca. sechs km langen Elektrozaun rund um die Oderinsel errichtet. Futterstellen wurden eingerichtet, damit die Tiere auf der Insel bleiben. Im nächsten Schritt sollen Fallen eingesetzt werden, um die Wildschweine zu töten. Zudem plant der Landkreis den Bau eines festen Zauns um das gesamte Kerngebiet in Märkisch-Oderland. Wann der Zaunbau beginnt bzw. wann er abgeschlossen ist, bleibt jedoch noch offen.


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