Stabilie Preise

Ausgewogene Verhältnisse am Schweinemarkt

Das Angebot an schlachtreifen Schweinen inklsive Vorwochenüberhängen konnte diese Woche reibungslos abgesetzt werden. Durch ausgewogene Verhältnisse bleibt die Mastschweine-Notierung somit stabil.

Schwein

In der Fleischbranche fehlt Personal. (Bildquelle: Tönnies)

Die nationalstaatlichen Restriktionen bereiten quer durch die EU allen Beteiligten in der Wertschöpfungskette erhebliche Sorgen. Während auf der grünen Seite Befürchtungen hinsichtlich Absatz- und Preisentwicklung im Raum stehen, treibt in der Fleischbranche der zunehmende Personalmangel den Unternehmern die Schweißperlen auf die Stirn.

Durch immer striktere Grenzschließungen kommen laufend Arbeitskräfte vom LKW-Chauffeur bis zum Zerleger am Fließband abhanden. Zu hoffen ist, dass eine kritische Größe von wenigstens 80 % des Personals zu halten ist. Mit Wochenprämien von 200 € bis € 400 € je Mitarbeiter ist man dabei relativ erfolgreich, heißt es aus der Branche. Insgesamt kommt dem Schweinesektor zugute, dass man vor der Corona-Krise einen sauber aufgeräumten Markt vorfand und auch die Angebotserwartungen für die nächste Zeit alles andere als drückend sind. Vor diesem Hintergrund zeigte die Bewertung der Angebot-/Nachfrageverhältnisse im deutschen Preismodell klare Hinweise auf Ausgewogenheit, was letztlich zu einer Stabilisierung auf Vorwochenniveau führte.

Positive Entwicklung bei Chinaexporten

In Österreich kam es infolge der letztwöchigen Panikanmeldungen zu Überhängen, allerdings sehr überschaubar. Die meisten Abnehmer konnten mit einer guten Personalausstattung eine annähernde Durchschnittsleistung im Schlacht- und Zerlegebereich erzielen. Vorübergehend wird auf arbeitsintensive aber weniger ertragreiche Verarbeitung von Nebenprodukten wie Eingeweide und Fette verzichtet. TKVs haben dadurch mehr Arbeit, aber für Schlachtung und Zerlegung wird Personal frei. Positiv auch die Entwicklung bei Chinaexporteuren. Diese Betriebe können bereits einen Gutteil des Richtung Außer-Haus-Verzehr verloren gegangenen Absatzes durch das wieder angelaufene Asiengeschäft kompensieren. Folglich konnte das Angebot an der Ö-Börse inkl. Vorwochenüberhängen reibungslos abgesetzt werden, was eine Fixierung des Preises auf Vorwochenniveau zur Folge hatte. Damit liegt die Mastschweine-Notierung bei 1,89 €/kg (Berechnungsbasis: 1,79 €/kg) Schlachtschweinegewicht.


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