Besamungsstation Steinhaus: Ursache für PRRS-Infektion noch ungeklärt

Für die am 9.Juni an der Besamungsstation Steinhaus bestätigte PRRS-Infektion sind die Ursachen immer noch ungeklärt. Notwendige Untersuchungen wurden unverzüglich eingeleitet.

Eber

(Bildquelle: )

Aufgrund des Ausbruchs ist der vom Tiergesundheitsdienst OÖ definierte Status „PRRS unverdächtig“ für die gesamte Station zur Zeit aufgehoben. Für die Kunden bestehe laut Schweinezuchtverband keine Gefahr: Denn die Untersuchung auf Virusfreiheit im Sperma ist mittels PCR-Technologie möglich. Sämtliche Ejakulate am Standort Steinhaus werden in Absprache mit Dr. Gottfried Schoder vom Tiergesundheitsdienst OÖ und Dr. Friedrich Schmoll von der AGES überprüft. Sperma wird weiterhin produziert und getestet. Nur überprüft virusfreies Sperma wird am Folgetag verkauft.
 
Für Kunden, die aufgrund ihres PRRS Status nur Sperma aus unverdächtigen Stationen beziehen wollen, wurde von Beginn an Sperma aus PRRS unverdächtigen Besamungsstationen zugekauft, so Dr. Peter Knapp vom Schweinezuchtverband. Da diese Maßnahmen logistisch aufwändig sind, wird um die Einhaltung der offiziellen Bestellzeiten (Montag bis Samstag 06:00 - 09:00) gebeten. Vorübergehend muss mit einer geringfügigen Verspätung bei der Zustellung gerechnet werden.
 
Neue Herde bis spätestens Jahresende

Es wird angestrebt, den Status „PRRS unverdächtig“ für die Besamungsstation Steinhaus ehest möglich wieder herzustellen. Eine PRRS negative Herde wird in Quarantänebetrieben aufgebaut, um den Bestand in Steinhaus bis spätestens Jahresende zu ersetzen. Das Tierärzteteam der Besamung sowie der leitende Stationstierarzt Dr. Alfred Griessler stehen bei Fragen betreffend Bestellung, Lieferung und Gesundheitsstatus an der Station unter 07242/27884 zur Verfügung. Neuigkeiten finden Sie unter www.szv.at.
 
PRRS ist eine der bedeutendsten Viruserkrankungen der Schweineproduktion und wirkt sich negativ auf die Reproduktion und die Atemwege aus. Die finanziellen Einbußen bei einer Infektion betragen laut Dr. Schmoll rund 250 € pro Zuchtsau und Jahr und 5 bis 15 € pro Ferkel.
 
 


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