Nach 1. ASP-Fall in Deutschland

"Brauchen ASP-Ampel für Schweineimporte!"

Das amtlich bestätigte Auftreten der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Deutschland verunsichert Märkte und Schweinebauen. Sollte der asiatische Absatzmarkt wegbrechen, drohen Marktprobleme und Preisverfall. Eine österreichische Erzeugergemeinschaft lässt nun mit einem Vorschlag aufhorchen.

Die Corona-Ampel des Sozialministeriums stand wohl Pate beim Vorschlag der Erzeugergemeinschaft. (Bildquelle: screenshot)

Im top agrar-Gespräch über die möglichen Folgen des ASP-Falles in Deutschland überrascht IG Quaf-Hybeda-Obmann Franz Schachinger mit einem Vorschlag zur Markt- und Preisstabilisierung. "Auch wenn ASP für den Menschen ungefährlich ist, müssen wir den Konsumentinnen und Konsumenten gerade jetzt zeigen, dass nur unbedenkliches Fleisch ins Land kommt. Daher brauchen wir ganz dringend eine eigene ASP-Ampel bei den Schweineimporten", regt der Obmann an.

Preisverfall eindämmen

Damit wäre auch dem Lebensmitteleinzelhandel, der einen Seuchenfall gerne als Begründung für einseitig verordnete Preissenkungen hernimmt, der Wind aus den Segeln genommen, ist sich Schachinger sicher. "Auch unseren Schweinebauern wäre immens geholfen, denn bekanntlich orientieren sich Österreichs Schweinepreise sehr stark an Deutschland. Fallen im Nachbarland die Schweinepreis-Notierungen, fallen sie auch bei uns", klärt der aktive Schweinebauer auf.

Tatsächlich hat die ISN (IG der Schweinehalter Deutschlands e.V.) den am Mittwoch noch bestätigten Schweine-Vereinigungspreis heute um 20 Cent auf 1,27 €/kg SG gesenkt. Nächste Woche dürfte Österreich in ähnlichem Ausmaß nachziehen.


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