China und Co. stoppen Import von belgischem Schweinefleisch

Nach der Entdeckung der Afrikanischen Schweinepest in Belgien haben sechs Staaten den Import von Schweinefleisch aus dem Land gestoppt. Es handle sich um Südkorea, China, Taiwan, Weißrussland, Mexiko und die Philippinen, teilte die zuständige Aufsichtsbehörde Febev nach Angaben der Nachrichtenagentur Belga mit.

Wildschwein

Belgien meldete am vergangenen Donnerstag, dass die Afrikanische Schweinepest bei Wildschweinen nachgewiesen wurde. (Bildquelle: DJV )

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist in Belgien weiter auf dem Vormarsch. Am vergangenen Donnerstag wurde die Seuche bei zwei Wildschweinen nachgewiesen. Die Tiere wurden im Raum von Étalle im Dreiländereck Belgien, Frankreich und Luxemburg aufgefunden beziehungsweise erlegt. Diese Region liegt zirka 60 Kilometer entfernt von der deutschen Grenze. Anfang dieser Woche bestätigte das föderale Agrarministerium, dass drei weitere ASP-Infektionen bei toten Wildschweinen nachgewiesen wurden.

Nach der Entdeckung der Afrikanischen Schweinepest in Belgien haben sechs Staaten den Import von Schweinefleisch aus dem Land gestoppt. Es handle sich um Südkorea, China, Taiwan, Weißrussland, Mexiko und die Philippinen, teilte die zuständige Aufsichtsbehörde Febev nach Angaben der Nachrichtenagentur Belga mit. Der Importstopp trifft die belgischen Schweinezüchter. China, Südkorea und die Philippinen nahmen in Summe rund 50% aller Schweinefleisch-Exporte der EU in Drittstaaten ab. Innerhalb der EU sind Deutschland und Frankreich die größten Käufer von belgischem Schweinefleisch, hier läuft der Export weiter. Die Behörde für die Sicherheit in der Lebensmittelkette (AFSCA) betonte dazu, dass Belgien in Bezug auf Hauschweine weiterhin als ASP-frei gilt.

Mensch soll ASP nach Belgien gebracht haben

Laut Experten des deutschen Bundesforschungsinstituts für Tiergesundheit (Friedrich-Loeffler-Institut) gibt es Hinweise, dass der ASP-Erreger in Belgien nicht durch Wildschweine, sondern durch den Menschen verschleppt wurde. Es bedarf also weiterhin einer erhöhten Wachsamkeit. Von Schweinen stammende Erzeugnisse wie Wurst oder Schinken sollten aus von der ASP betroffenen Gebieten nicht mitgebracht werden. Wenn das doch geschieht, müssen Reste unbedingt sicher entsorgt werden, sodass Haus- und Wildschweine keinen Zugang haben, so das Institut. An den Grenzen wird durch Handzettel sowie an den Raststätten durch Plakate auf die Gefährdung hingewiesen. Die Biosicherheitsmaßnahmen an den Schweine haltenden Betrieben sollen überprüft und optimiert werden.


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