Mastschweine

Deutscher Rückstau vor den Schlachthoframpen hält Notierung unten

Während in Deutschland das Angebot die Nachfrage deutlich übersteigt, befindet sich der heimische Schlachtschweinemarkt im Gleichgewicht. Die Notierung bleibt unverändert.

Anhaltend schwierige Verhältnisse mit seitwärts/abwärts tendierenden Preisen kennzeichnen aktuell den EU-Schweinemarkt. Hauptgrund für die prekäre Lage ist der fehlende Abfluss der EU-Überproduktion über das Exportventil in den asiatischen Markt. In Deutschland (+/- 0,00) fehlt zunehmend Personal an den Schlacht- und Zerlegebändern. Abwerbeaktionen anderer Branchen haben den entstandenen Engpass verursacht. Dieser verringert nun die Aktivität an der Schnittstelle zwischen Lebend- und Fleischmarkt. Der Druck am Fleischmarkt sinkt dadurch, während gleichzeitig die Rückstaubildung vor den Schlachthoframpen und rückwirkend bis zum Ferkelmarkt steigt. In Frankreich, wo den Sommer über stabile Notierungen dominierten, tendieren mittlerweile die Preise dem EU-Trend folgend nach unten. Durchaus saisontypisch ist der Preisverfall in Spanien, nachdem der Großteil der Urlauber die iberische Halbinsel wieder verlassen haben.

In Österreich befindet sich der Schlachtschweinemarkt im Gleichgewicht. Das leicht steigende aber immer noch unterdurchschnittliche Angebot entspricht dem aktuellen Bedarf an heimischer Ware, sodass nur ausnahmsweise einzelne Partien ein bis zwei Tage später als gewünscht am Schlachthaken enden. In der Fleischbranche zeigen sich lokalpatriotische Verarbeiter verärgert, da Branchenkollegen bei der Verarbeitung von EU-Rohstoff aktuell signifikante Wettbewerbsvorteile genießen. Vor dem Hintergrund eines abermals sehr überschaubaren frischen Angebotes wurde an der Ö-Börse der Preis auf unverändertem Vorwochenniveau fixiert.

Die Schlachtschweine-Notierung liegt in der aktuellen Vermarktungswoche bei 1,54 €/kg (Berechnungsbasis: 1,44 €/kg) Schlachtgewicht.