Mastschweine

Deutschland zieht heimischen Schweinepreis runter

Die deutsche Absatzprobleme führen aktuell dazu, dass auch in Österreich trotz ausgewogener Marktverhältnisse die Schlachtschweine-Notierung sinkt. Allerdings nicht so stark wie in Deutschland.

Schweine

In Österreich liegen Angebot und Nachfrage bei Schlachtschweinen nach wie vor gleich auf. (Bildquelle: Kraml)

Das ASP-bedingt fehlende Absatzventil nach Asien in Belgien und Deutschland verursacht eine nationale Drucksituation in beiden exportorientierten Ländern. Besonders nach Ostern begann der Warenstrom in Deutschland zu stocken. Grillunfreundliches Wetter und die allgemeine kritische Corona-Entwicklung tragen zur problematischen Gemengelage bei. Vor diesem Hintergrund konnte die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften die einhellige 10 Cent-Rücknahmeforderung der drei stärksten Abnehmer nur geringfügig auf -8 Cent abschwächen. Gleichzeitig notieren Länder wie Spanien, Frankreich oder Dänemark stabil bis leicht aufwärts.

In Österreich liegen Angebot und Nachfrage nach wie vor gleich auf. Der Absatz schlachtreifer Schweine funktioniert im gewünschten Zeitplan. Das Inlandsgeschäft bei Frischfleisch schwächelt zwar, das zumindest mengenmäßig florierende Exportgeschäft nach China federt dieses Manko aber gut ab. So gesehen war es lediglich die deutsche Entwicklung, die an der Ö-Börse eine heftige Preisdiskussion ausgelöst hat. Während einige Abnehmer eine vollumfängliche Rücknahme wie in Deutschland mit dem Argument der bereits bestehenden Preisdifferenz gefordert hatten, konnte letztendlich die Angebotsseite mit Berufung auf den ausgewogenen Lebendmarkt einen Kompromiss von -4 Cent erzielen.

Die Mastschweine-Notierung liegt bei 1,58 €/kg (Berechnungsbasis: 1,48 €/kg) Schlachtgewicht.