Droht jetzt Verbot der Vollspaltenböden?

Die Liste Jetzt hat angekündigt, morgen im Parlament einen Antrag für eine Abschaffung der Vollspaltenböden in der Schweinehaltung einzubringen. Angestiftet haben das Tierschutzaktivisten.

Der Großteil der heimischen Schweine wird auf Vollspalten gehalten. (Bildquelle: Kraml)

Durch die Auflösung der Regierung suchen aktuell Tierschutzaktivisten eine Möglichkeit, ihre Anliegen ins Parlament zu bringen. Bei der Liste Jetzt sind diese nun auf offene Ohren gestoßen, was das Verbot von Vollspaltenböden in der Schweinehaltung betrifft. Die Liste Jetzt hat angekündigt, morgen, den 12. Juni einen entsprechenden Antrag ins Parlament einzubringen. Sollte die Mehrheit einer Fristsetzung zustimmen, könnte der Antrag dann Anfang Juli beschlossen werden. Als Übergangsfrist für die Abschaffung der Vollspaltenböden seien 10 Jahre vorgesehen. Gefordert wird ein planbefestigter Liegebereich, der groß genug ist, sodass alle Tiere gleichzeitig nebeneinander liegen können, und der mit ausreichend weichem organischen Material eingestreut ist.

Deutliche Kritik an einem geplanten Antrag für ein Verbot von Vollspaltenböden in der Schweinehaltung hat der Verband Österreichischer Schweinebauern (VÖS) geübt. Mit diesem Vorgehen erreiche die Verleumdung der heimischen Schweinebauern einen neuen Höhenpunkt, monierte der Obmann des Verbandes, Walter Lederhilger. Er gab zu bedenken, dass ein unmittelbares Verbot des Vollspaltenbodens massive negative Auswirkungen für die Schweinebauern hätte und wohl das endgültige Ende der Selbstversorgung mit heimischem Schweinefleisch bedeuten würde. Sollte es wirklich zu einem Verbot kommen, müsse im Gegenzug auch rasch ein Importverbot für Ware aus Vollspaltenhaltung kommen; alles andere wäre inkonsequent.

Artikel geschrieben von

Beate Kraml

Redaktion

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