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Erfolgreich Ferkel erzeugen: Darauf kommt es an

Es gibt zahlreiche Maßnahmen, um den Erfolg in der Ferkelproduktion zu verbessern. Acht Tipps, wie Sie vom Deckzentrum bis zur Ferkelaufzucht Ihr Management optimieren können.

Unser Autor: Johann Mader, Agrarbildungszentrum Lambach

Erfolgreich in der Ferkelproduktion zu sein, heißt nicht unbedingt, Rekorde bei den biologischen Leistungen zu brechen. Denn bei sehr großen Würfen muss man einkalkulieren, dass die Wurfqualität leidet. Werden vermehrt kleine Ferkel geboren, summieren sich die Kosten für Energiepasten, Milchbeifütterung oder Ammentechnik. Ganz zu schweigen vom zusätzlichen Arbeitsaufwand. Große Würfe bedeuten außerdem, dass beim Absetzen nicht alle Ferkel das angestrebte Absetzgewicht erreichen. Diese Ferkel müssen meist weiterhin mit teurem Futter versorgt werden.
Letztlich wollen Schweinehalter Geld verdienen. Dies ist das Ziel und macht den Erfolg in der Ferkelproduktion aus. Wohl wissend, dass der Ferkelpreis dabei eine sehr entscheidende Rolle spielt. Um finanziell auch erfolgreich zu sein, ist es aber notwendig, überdurchschnittliche Leistungen zu bringen.

Beste Betriebe über 31 Ferkel

Was bedeutet das in Zahlen: Laut Ergebnissen der Betriebszweigauswertung aus den Arbeitskreisen in Österreich werden pro Sau und Jahr im Schnitt 26 Ferkel abgesetzt. Das beste Viertel erreicht ca. 30 abgesetzte Ferkel. Die 10 % besten Betriebe haben bereits mehr als 31 abgesetzte Ferkel pro Sau und Jahr. Was machen die Betriebe besser? Damit können Sie die Zahl der abgesetzten Ferkel beeinflussen:

  •  Remontierung:  Ziel sind je nach Genetik 36 bis 41 % Remontierungsrate. Ein zu alter Bestand bedeutet schlechtere Leistungen und zwingt dazu, in kürzerer Zeit vermehrt Jungsauen zu kaufen. Dies wiederum erhöht das Risiko eines Keimeintrages, außerdem haben Jungsauen kleinere Würfe.
  •  Umrauschen:  Die Umrauschquote sollte deutlich unter 10 % liegen. Das heißt, das Besamen ist zu optimieren. Außerdem ist unbedingt eine Trächtigkeitskontrolle durchzuführen, um nicht tragende Sauen zeitnah herauszufinden.
  •  Zwischenwurfzeit:  Diese wird stark durch die Säugezeit bestimmt. Bei einer 4-wöchigen Säugezeit sollte die ZWZ maximal 153 Tage betragen. Ob das gelingt, wird meist im Deckzentrum bestimmt. Gelingt es, die Sauen so rasch wie möglich in die Rausche und dann tragend zu bringen? Wie schnell findet man Umrauscher heraus?
  •  Wurfgröße:  Als Ziel sollten mindestens 14 lebend geborene Ferkel je Wurf angestrebt werden. Die Anzahl der geborenen Ferkel wird unter anderem mit der Fütterung zwischen Absetzen und Besamen bestimmt. Eine Flushingfütterung ist hier angebracht. Aber auch durch richtiges Besamungsmanagement und Stressvermeidung in der Zeit, in der sich die Eier einnisten.
  •  Ferkelverluste:  Bei österreichischer Genetik sollten die Saugferkelverluste unter 13 % liegen. Das wird durch eine Vielzahl an Faktoren bestimmt: Geburtsmanagement, Biestmilchaufnahme, Aufstallung, Anfütterung etc.

In der Ferkelproduktion gilt: „Bessere Leistung heiß meist mehr Arbeit.“ Aber auch die Bereiche Haltung und Fütterung müssen passen. Tipps und Erfahrungswerte für eine erfolgreiche...

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