Betäubung

Fachschule Hatzendorf erhält Isoflurannarkose-Gerät

An der Fachschule Hatzendorf wird die Kastration der männlichen Ferkel nun mit einer kurzen Vollnarkose schmerzlos durchgeführt. Landwirte können sich das Gerät im September im praktischen Einsatz ansehen.

Die Fachschule Hatzendorf beschäftigt sich unter der Leitung von Hofrat DI Franz Parz mit Lösungsansätzen im Bereich Tierwohl und Tierschutz. Besondere Bedeutung kommt hier den zootechnischen Eingriffen Kastration und Schwanzkupieren zu. Nachdem im Rahmen des Schulbetriebes der Ferkelproduktion in Theorie und Praxis eine hohe Bedeutung zukommt, wird die zur Vermeidung des Ebergeruches notwendige chirurgische Kastration künftig mittels einer kurzen Vollnarkose schmerzlos durchgeführt.

Die aus der Humanmedizin bekannte Isoflurannarkose wurde mittels hochstehender Technologie an die Tiere angepasst. Das Gerät wurde am 20. Juli 2021 von Vertretern der Fa. Anesus und der Styriabrid an die Schule übergeben.

Die Kastration unter Vollnarkose ist in Österreich nur bei Bioferkelproduzenten verpflichtend. Mit der Entwicklung und Zertifizierung dieser Geräte ist eine wesentliche Verbesserung im Vergleich zu Injektionsnarkose, welche derzeit praktiziert wird, gegeben. Die Aufwachphase, die bei der Injektionsnarkose mehrere Stunden dauert, beträgt bei der Inhalationsnarkose nur wenige Minuten und bedeutet eine drastische Reduktion von Stress.

Für Interessierte gibt es in der LFS Hatzendorf am 6. und am 27. September 2021 die Möglichkeit, das Gerät im praktischen Einsatz zu sehen. Bezogen werden kann das Gerät über die Styriabrid.