Ferkel

Ferkelnotierung nur knapp über 2 €-Marke

Die deutsche Preisbildung erzeugt enormen Druck am gesamten EU-Schweinemarkt. Österreich konnte sich zwar gut behaupten, musste aufgrund der schwachen Absatzsituation jetzt aber ein Minus von 10 Cent hinnehmen.

Die durch den Absatzeinbruch nach China verursachte Marktschwäche im EU-Raum fällt in Deutschland wegen der zusätzlichen ASP-Probleme noch einmal deutlich dramatischer aus. Deutschland reduzierte in den letzten Wochen die Ferkel- und Schlachtschweinepreise in einem Ausmaß, wie es noch selten zuvor der Fall war. Mit diesen Dumpingmaßnahmen versuchen die Deutschen Absatzkanäle innerhalb der EU zu finden. Damit wird aber nicht nur die Existenz der deutschen Schweinebauern gefährdet, sondern es gerät damit das gesamte europäische Preisgefüge bei Ferkeln und Schlachtschweine enorm unter Druck.

Auch der heimische Ferkelmarkt leidet unter diesen Entwicklungen mehr oder weniger stark. Die Tatsache, dass die österreichische Schweinebörse sich diesen internationalen Preisentwicklungen stark entgegenstemmt und bis jetzt auch eine deutlich moderate Preisreduzierung geschafft hat, hilft auch dem heimischen Ferkelmarkt enorm. Die vorliegende Absatzschwäche macht aber auch bei uns eine weitere Reduzierung der Ferkelnotierung notwendig, berichtet Johann Stinglmayr in der aktuellen Aussendung der VLV-Ferkelringe. Sie liegt nun bei 2,05 €/kg.