Ferkel

Ferkelpreis rutscht unter die 2 €-Marke

Mit Minus 10 Cent fällt die Ferkelnotierung in dieser Woche wieder deutlich ab. Ein Grund ist die geringe Einstallbereitschaft der Schweinemäster und die damit verbundenen Rückstellungen.

Die aktuelle Gemengelage am europäischen Schweinemarkt ist Gift für die Stimmungslage der Verantwortlichen entlang der gesamten Produktionskette und löst weiterhin starke Verwerfungen im Ferkelhandel und Druck auf die Ferkelpreise aus. Die Einstallbereitschaft der Schweinemäster bleibt wegen nicht berauschender Aussichten beim Schweinepreis und weiterhin hoher Futterkosten auf der verhaltenen Seite. Zumindest haben sich aber die Ferkelpreise auf unserem Referenzmarkt Deutschland zuletzt auf sehr niedrigem Niveau stabilisiert.

Ferkelrückstellungen nehmen zu

In Österreich geht zahlreichen Schweinemästern das eingelagerte Futter aus, noch bevor die neue Ernte beginnen kann. Die gleichzeitig hohen Kosten für Zukauffutter verursachen ein häufiges Zuwarten in der Ferkeleinstallung. Ferkelrückstellungen nehmen damit zu und erzeugen auf den betroffenen Betrieben teils chaotische Verhältnisse. "Die heimischen Ferkelerzeuger sind mit einer durchgehenden Produktion das gesamte Jahr über verlässliche Partner für die Schweinemäster. Die Schweinemäster werden in diesen fordernden Zeiten ebenfalls um eine Abnahmeverlässlichkeit ohne Unterbrechung ersucht", so der Appell von Johann Stinglmayr in der aktuellen Aussendung der VLV-Ferkelringe.

Die heimische Ferkelnotierung fällt um 10 Cent auf 1,95 €/kg.