Mastschweine

Flotter Lebendmarkt, Flaute am Fleischmarkt

In Österreich ist der Schweinemarkt zweigeteilt: Die Nachfrage nach schlachtreifen Schweinen ist rege. Allerdings herrscht Flaute am Fleischmarkt.

Mastschweine von oben beim Fressen.

Die Mastschweine-Notierung bleibt unverändert. (Bildquelle: Kraml)

Die Nachfrage nach schlachtreifen Schweinen ist anhaltend groß, da das Angebot im Vergleich zu Vorjahren schwächelt. Dies sind Spätfolgen der Corona-bedingten Preiseinbrüche im letzten Frühsommer. Weil aber der EU-Fleischhandel zurzeit mit einem Durchhänger beim Asienexport zu kämpfen hat, ist reichlich Fleisch – frisch oder gefroren – am Binnenmarkt verfügbar. Gastroöffnungen und Grillsaison haben noch zu wenig Zugkraft um die aktuelle China-Exportflaute zu kompensieren. In Deutschland (+/- 0,00) zeigt sich die Diskrepanz zwischen Lebendmarkt und Fleischmarkt in Form einer unterpreisigen Hauspreispolitik namhafter Schlachtunternehmen.

Auch in Österreich ist der Markt zweigeteilt. Rege Nachfrage nach Schlachtschweinen, zähes Geschiebe am Fleischmarkt. Aber auch der Fleischmarkt läuft unterschiedlich. Bei klein- und mittelbetrieblichen Unternehmen, die traditionell stärker auf regionale Gastroversorgung ausgerichtet sind, läuft das Geschäft wieder lebhafter. Exportorientierte Großbetriebe hingegen lenken zurzeit den Warenstrom verstärkt Richtung Gefrierlager. Diese namhaften Großabnehmer leisten daher derzeit an der Ö-Börse erheblichen Widerstand gegen Preisambitionen der Erzeugerseite. Vor diesem Hintergrund wurde die Notierung auf unverändertem Niveau fixiert.

Die Schlachtschweine-Notierung liegt in dieser Woche bei 1,69 €/kg (Berechnungsbasis: 1,59 €/kg) Schlachtgewicht.