Schweine

Gastroneustart belebt Fleischgeschäft

Die beginnende Normalisierung im Gastrogeschäft und die anhaltend gute Nachfrage im LEH beflügeln den Absatz an Schweinefleisch. Nur der Feiertag verhindert eine gänzliche Räumung des Schlachtschweinemarktes.

Angebot und Nachfrage halten sich immer mehr die Waage. (Bildquelle: Kraml)

Wenn zuletzt noch unsicher war, ob die Stabilisierungsphase Bestand hat, so wäre diese Frage mit der aktuellen Entwicklung jedenfalls mit „Ja“ zu beantworten. Auch wenn in namhaften Schweineländern wie Deutschland und Frankreich durch infizierte Mitarbeiter Schlachtbetriebe ausgefallen sind, zeigen die Veränderungen bei Angebot und Nachfrage ein deutliches Bild. Zum einen ist das durch Panikanmeldungen in den letzten Wochen überhöhte Angebot schlagartig zurückgegangen, zum anderen ist die Kauflust der Abnehmerschaft gestiegen. Weil Schlacht- und Zerlegebetriebe nicht mehr in Angst um weitere Preiseinbußen zögerlich einkaufen sondern sich bemühen verloren gegangene Absatzschienen, speziell im Außer-Haus-Verzehr, möglichst schnell wieder wettzumachen hat die Stimmung binnen Tagen am Fleischmarkt Richtung freundlich gedreht. Somit ist man bemüht, trotz Christi Himmelfahrtsfeiertag, die Schlachtaktivität hoch zu halten und die zuletzt abgebauten Überhänge weiter zu reduzieren. Überraschend positiv mit + 6 Cent zeigt sich diesmal die deutsche Notierung, wobei man sich dabei auf eine freundlichere Entwicklung im Norden stützt. Mit Ausnahme von Italien ist die Entspannungsentwicklung quer durch den Binnenmarkt sichtbar.

In Österreich arbeiten die Schlachtbetriebe wieder auf Volllast. Nur der Feiertag verhindert eine gänzliche Räumung des Schlachtschweinemarktes. Der wiedergewonnene Optimismus im Fleischhandel basiert auf der beginnenden Normalisierung im Gastrogeschäft und der anhaltend guten Nachfrage im LEH, die bedingt durch grillfreundliches Wetter zusätzliche Nahrung erhält. An der Ö-Börse konnte das frische Angebot ergänzt durch restliche Überhänge reibungslos disponiert werden. Vor diesem Hintergrund konnte ein Plus von 5 Cent fixiert werden. Somit liegt die Mastschweine-Notierung bei 1,60 €/kg (Berechnungsbasis: 1,50 €/kg) Schlachtgewicht.


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