Hitze bremst Schweinemarkt

Die außerordentlich hohen Temperaturen beeinflussen Schweine- und Schweinefleischmärkte gleichermaßen. Da sich Angebot und Nachfrage die Waage halten, bleibt auch die Notierung unverändert.

Das durchschnittliche Schlachtgewicht liegt derzeit unter 97 kg. (Bildquelle: Kraml)

Wird es unangenehm heiß, sinkt sowohl bei Menschen als auch bei Tieren das Bedürfnis zur Nahrungsaufnahme. Offensichtlich zeigt sich dieses Phänomen gleichgewichtig ausgeprägt, sodass auf der Vermarktungsebene zwar weniger Menge umgesetzt wird, aber das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage auf tieferem Niveau in Balance bleibt. In der Konsequenz dominieren unveränderte Notierungen am EU-Binnenmarkt.

Sauber geräumt ist der Schlachtschweinemarkt in Österreich. Erstmals liegt das durchschnittliche Schlachtgewicht unter 97 kg, was zuletzt im August des vergangenen Jahres der Fall war. Wie im übrigen Europa schwächelt auch hierzulande der Fleischabsatz, selbst bei Grillartikeln bleiben die Umsätze unter den Erwartungen. Auch auf Drittlandmärkten herrscht tendenzielle Flaute, sodass auch nicht selten von Dumpingangeboten am internationalen Fleischmarkt berichtet wird. Demnach sei das Interesse der Schlachtbranche an Schlachtschweinen eher dem Zwang zur Betriebsauslastung geschuldet als dem Trachten nach kaufmännischem Erfolg. Die Knappheit des verfügbaren Schweineangebotes war demzufolge die Basis für eine unveränderte Notierung von 1,80 Euro (Berechnungsbasis: 1,70 Euro) je kg Schlachtgewicht an der heimischen Börse.

Artikel geschrieben von

Beate Kraml

Redaktion

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Sehr zufriedenstellend präsentieren sich aktuell die Notierungen für Ferkel und Mastschweine. Auch die Prognosen für weitere Preisverbesserungen sind gut.

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