Rabobank: ASP hat Chinas Schweinebestand halbiert

Chinas Schweinebestand hat sich aufgrund der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im vergangenen Jahr auf 200 Mio. Tiere halbiert. Dies könnte das Schweinefleischangebot im Land noch jahrelang beeinträchtigen. Importe und Preise steigen.

Schweinehaltung in China. (Bildquelle: top agrar)

"Das Aufkommen der ASP in China im August 2018 und die darauffolgende Keulung von Schweinen haben 25% der Schweinefleischproduktion des Landes zunichte gemacht, was beispiellos ist", sagte Pan Chenjun, eine in Hongkong ansässige Senior-Analystin für tierische Proteine der Rabobank, laut Bloomberg. Dies habe zu einem ernsthaften Mangel an tierischem Protein geführt: Der Markt sei um 8 Mio. t geschrumpft, trotz eines erheblichen Anstiegs der Importe in diesem Jahr, berichtet Dow Jones News. Chinesische Verbraucher wechseln mittlerweile von Schweinefleisch zu anderen Proteinen, einschließlich Rindfleisch, und zwar nicht nur wegen des 50- bis 80%igen Anstiegs der Schweinefleischpreise, sondern auch wegen der Bedenken hinsichtlich seiner Qualität und Sicherheit, sagte Pan. Es könnte fünf Jahre oder länger dauern, bis China seine Schweinemastbetriebe wieder auf den Stand vor der ASP gebracht haben wird, sagte die Rabobank-Analystin.

ASP jetzt auch in Osttimor

Dennoch werde sich die Schweinefleischproduktion wahrscheinlich mittelfristig kaum erholen, da sich die Verbraucherpräferenzen der Stadtbevölkerung in Richtung anderer Fleischprodukte verschieben dürften. Laut Marktbeobachtern ist zu erwarten, dass sich die ASP weiter in Südostasien ausbreiten wird. Erst Ende der vergangenen Woche ist sie in Osttimor (Staat in Südostasien) festgestellt worden.

Artikel geschrieben von

Beate Kraml

Redaktion

Schreiben Sie Beate Kraml eine Nachricht

Eine Köchin will Agrarministerin werden

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich einloggen um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen