Schlachtreife Schweine sind Mangelware

In Österreich sind schlachtreife Schweine binnen drei Wochen von reichlich verfügbar zur Mangelware geworden. Das wirkt sich auch auf die Notierung aus. Diese steigt - wie auch in Deutschland - um 10 Cent. Die Gründe für die Schweineknappheit sind die Afrikanische Schweinepest in China und zunehmende Geschäftsabschlüsse beim Export nach Asien.

In der aktullen Vermarktungswoche steigt die Mastschweine-Notierung um 10 Cent auf einen Basispreis von 1,49 €/kg Schlachtgewicht. (Bildquelle: Kraml)

Wie sich bereits in den letzten Wochen abzeichnete, verschärft sich das Angebotsnachfrageverhältnis zunehmend. Während die Abgabebereitschaft in Phasen steigender Preise entlang der Wertschöpfungskette nachlässt, herrscht auf der Käuferseite gesteigertes Interesse. Hintergrund dieser gegenläufig wirkenden Dominoeffekte sind die Meldungen über die ASP-Entwicklungen in China sowie über konkrete und zunehmend wachsende Geschäftsabschlüsse beim Export von Schweinefleisch und Fleischprodukten nach Asien. Vor diesem Hintergrund zog die Leitnotierung für den europäischen Schweinemarkt in Deutschland um beachtliche 10 Cent an. Eine erzeugerfreundliche Stimmung herrscht auch in den übrigen EU-Ländern wie z. B. in Spanien, wo neben den florierenden Exporten nach China auch die Orders aus Südkorea und Japan hervorgehoben werden.

Niedriges Schweineangebot in Österreich

In Österreich zeigt die Angebotsstatistik in der laufenden Woche einen 20-Jahrestiefstwert, der ca. 17 % unter den üblichen Werten liegt. Neben den preisspekulativen Überlegungen mancher Mäster dürfte auch die Frühjahrsarbeitsspitze am Acker eine gewisse Angebotsmüdigkeit mitbeeinflussen. Während Schlachtbetriebe die daraus resultierende Preissteigerung mit relativem Verständnis zur Kenntnis nehmen, zeigt sich die nachgelagerte Fleischindustrie überrascht und momentan noch wenig verständnisvoll für die massive Aufwertung des Rohstoffes Schweinefleisch. Im Einklang mit der europäischen bzw. globalen Marktentwicklung konnte auch die Ö-Börse ein Plus von 10 Cent umsetzen. Damit liegt die Mastschweine-Notierung aktuelle bei 1,59 €/kg (Berechnungsbasis: 1,49 €/kg) Schlachtgewicht.

Artikel geschrieben von

Beate Kraml

Redaktion

Schreiben Sie Beate Kraml eine Nachricht

Rübenrüsselkäfer-Invasion bedroht heimische Zuckererzeugung

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich einloggen um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen