Schweinefleisch-Exporte nehmen Fahrt auf

Spät im Jahr scheint der Drittlandsabsatz von Schweinefleisch aus der Europäischen Union noch einmal richtig in Schwung zu kommen. Laut aktuellen Daten der EU-Kommission, legten die Ausfuhren im Oktober 2018 gegenüber dem Vorjahresmonat um 10,4 % auf 382 380 t zu.

Die Exporte von Schweinefleisch ziehen merklich an. (Bildquelle: Heil )

Erfreulich aus Sicht der Anbieter dürfte sein, dass auch China wieder mehr Mengen orderte. Die Liefermenge dorthin nahm gegenüber Oktober 2017 um 4,0 % auf 126 040 t zu. Noch einmal kräftig verstärkt hat sich die Nachfrage Südkoreas; die entsprechenden Ausfuhren wuchsen im Vergleich zum Vorjahresmonat um gut 90 % auf 40 030 t.

Der Gesamtexport der EU an Schweinefleisch belief sich nach Kommissionsangaben von Januar bis Oktober 2018 auf 3,28 Mio t; das waren rund 57 800 t oder 1,8 % mehr als in der Vorjahresperiode. Bei den Ausfuhren nach China hat sich in den vergangenen Monaten der Abstand zum Vorjahresniveau verkürzt; er lag zuletzt bei einer Gesamtliefermenge von 1,13 Mio t bei 2,7 %.

Analysten halten es für möglich, dass aufgrund des derzeitigen Einfuhrbedarfs der Volksrepublik das Handelsvolumen am Jahresende nahe dem Ergebnis von 2017 liegen wird. Das größte Absatzplus erzielten die EU-Schweinefleischexporteure von Januar bis Oktober 2018 in Südkorea, wohin die Verschiffungen im Vorjahresvergleich um fast 60 000 t oder gut ein Viertel auf 286 500 t zulegten.

Vietnam mit höchsten Zuwachsraten

Relativ noch stärker stiegen die Verkäufe nach Vietnam mit 86 % auf fast 70 800 t. Beim zweitwichtigsten Kunden Japan kam es zu einem moderaten Ausfuhrzuwachs von 2 % auf 381 400 t. Zu den wenigen Ländern mit rückläufigen Schweinefleischexporten gehörte Hongkong, wo der Absatz allerdings recht deutlich um 35 % auf 203 260 t einbrach. Weniger Ware in der EU orderten zudem Australien und Taiwan.

Die EU-Anbieter von Schweinefleisch erlösten aus ihren Verkäufen laut Kommission insgesamt 6,02 Mrd Euro; das waren trotz größerer Ausfuhrmenge 443 Mio Euro oder 6,9 % weniger als in der Vorjahresperiode. Grund dafür waren die niedrigeren Verkaufspreise. Die deutschen Exporteure konnten laut Brüsseler Statistik ihren Drittlandsabsatz um 2,6 % auf 738 000 t steigern, die Wettbewerber aus Spanien sogar um 11,3 % auf 720 500 t. AgE

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Torsten Altmann

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