Schweinemarkt: Anhaltend reichliche Versorgung und Preisdruck

Die seit Wochen für diese Jahreszeit nicht untypische Preisdruckphase findet auch in der aktuellen Woche noch kein Ende. Dabei gibt einmal mehr das EU-Schweineland Nr. 1 Deutschland mit Minus 4 Cent die Richtung vor. Die Österreichische Schweinebörse musste ein Minus von 5 Cent fixieren.

Das Überangebot an Schlachtschweinen liegt derzeit bei rund 10% über dem Durchschnitt. (Bildquelle: Archiv )

Inoffiziell wurde die deutsche Preisrücknahme seitens der Schlachtbranche mittels Hauspreispolitik bereits im Vorfeld vollzogen. Obwohl am Fleischmarkt auch von Entspannungstendenzen die Rede ist, ist das Bestellwesen bei der Schlachtbranche und damit auch am Lebendmarkt alles andere als offensiv.

Stimmungskiller Schweinepest

Stimmungskiller ist dabei einmal mehr die Afrikanische Schweinepest, die im Wildschweinebestand Belgiens weiter um sich greift. Momentan findet eine Entsorgung von Schweinefleisch von Belgien ausgehend statt. So wird Schulterfleisch aus Belgien derzeit um 60 Cent gehandelt! Man kann damit nicht mehr von einem klassischen Markt zwischen Angebot und Nachfrage sprechen.

In Österreich spiegelt sich das europäische Szenario wider. Nicht alle schlachtreif gemeldeten Schweinepartien finden in der gewünschten Zeit den Weg zum Schlachthaken. Überhänge und Neuanmeldungen ergeben zusammen ein in Richtung 10 % über Durchschnitt liegendes Angebot. Vor diesem Hintergrund gab es seitens der Abnehmer vehemente Forderungen nach einer umfangreicheren Preisrücknahme als im Referenzmarkt BRD. In der Erwartung eines reduzierten Rückstaus wurde ein Minus von 5 Cent fixiert. Somit liegt die Mastschweine-Notierung in der aktuellen Vermarktungswoche bei 1,37 €/kg (Berechnungsbasis: 1,27 €/kg) Schlachtgewicht.

Artikel geschrieben von

Beate Kraml

Redaktion

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